An-, Ab- & UmmeldenWohnsitzNeuer Wohnsitz: An alles gedacht bei der Ummeldung?

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Neuer Wohnsitz: An alles gedacht bei der Ummeldung?

Eltern und Sohn zwischen Umzugskartons in neuer Wohnung
skynesher, iStock

Wohnsitz ummelden oder anmelden: Was ist der Unterschied?

Den Unterschied macht der genaue Standort Ihres neuen Wohnsitzes: Ziehen Sie ein paar Straßen weiter oder in eine ganz neue Gemeinde?

  • Wohnsitz ummelden: Wenn Ihr neues Zuhause in Ihrer alten Gemeinde/Stadt liegt, spricht man von einer Ummeldung.
  • Wohnsitz anmelden: Wenn es Sie in die Ferne oder zumindest in die Nachbargemeinde zieht, handelt es sich um eine Anmeldung.

Nach dem Einzug ist in beiden Fällen das Einwohnermeldeamt oder Bürgeramt die richtige Anlaufstelle.

Übrigens: Den Wohnsitz abmelden müssen Sie heute nur noch ganz selten. Wenn Sie innerhalb von Deutschland umziehen, gibt das Einwohnermeldeamt am neuen Wohnort der Behörde in der alten Gemeinde Bescheid. Die Abmeldung passiert bei den meisten Umzügen also automatisch. Ihre Wohnung aktiv selbst abmelden müssen Sie nur noch, wenn Sie ins Ausland ziehen oder Ihren Zweit- oder Nebenwohnsitz aufgeben.

Zeitpunkt: Gibt es Fristen für die Ummeldung?

Die Ummeldefrist beträgt in der Regel zwei Wochen. In manchen Gemeinden haben Sie sogar nur eine Woche Zeit. Fragen Sie im Zweifelsfalle bei Ihrem zuständigen Meldeamt nach.

Übrigens: Sie sind sogar gesetzlich dazu verpflichtet, Ihren Wohnsitz innerhalb dieser Frist an- beziehungsweise umzumelden – allerdings nur, wenn Sie dort länger als 6 Monate wohnen werden. So ist es im Bundesmeldegesetz (BMG) verankert.

Bußgeld bei verspäteter Ummeldung

Auch wenn Sie vom Umzugsstress noch ganz platt sind: Schieben Sie den Behördengang nicht auf die lange Bank. Wenn Sie nämlich zu spät dran sind, wird unter Umständen ein Bußgeld fällig.

Wenn Sie sich pünktlich ummelden, fallen aber meist keine Kosten an. Nur manche Städte erheben eine Bearbeitungsgebühr – manchmal pro Kopf, manchmal pro Ehepaar oder pro Familie inklusive aller Kinder, manchmal nur für Zugezogene von außerhalb. Nehmen Sie also vorsichtshalber etwas Bargeld oder Ihre EC-Karte mit.

Tipp: Falls Sie die Frist für die Anmeldung der neuen Wohnung doch verschwitzt haben, kann eine freundliche Erklärung manchmal Wunder wirken. Die Sachbearbeiter haben nämlich durchaus Kulanzspielräume. Auch Nachweise, warum Sie nicht eher zum Amt kommen konnten, können helfen – zum Beispiel, wenn Sie auf Geschäftsreise waren.

Viel los beim Amt? Rechtzeitige Buchung wahrt die Frist

Insbesondere in großen Städten kann es sein, dass Sie erst nach Ablauf der Frist einen Termin für die An-/Ummeldung Ihres Wohnsitzes bekommen. Keine Panik, wichtig ist nur, wann Sie den Termin vereinbart haben. Liegt das Buchungsdatum innerhalb der Frist, haben Sie alles richtig gemacht. Ihr Meet & Greet mit der Einwohnermeldebehörde können Sie in der Regel online vereinbaren. Oder Sie rufen kurz an.

Person schreibt auf einem Blatt Papier
Das Meldeformular müssen Sie immer eigenhändig unterschreiben – auch wenn ein Vertreter Ihre Ummeldung übernimmt.

Formulare und Unterlagen: Was brauche ich fürs Amt?

Ihr Termin im Einwohnermeldeamt steht an. Dann mal los, bringen Sie den Akt hinter sich. Aber halt! Nicht die wichtigen Unterlagen vergessen! Bringen Sie Folgendes mit:

Das Meldeformular finden Sie bei Ihrer zuständigen Meldebehörde. Meistens können Sie es aber auch auf der Homepage des Amtes herunterladen und zu Hause ausdrucken.

Wenn Sie keine Zeit haben, sich umzumelden …

Grundsätzlich kommen Sie um den Behördengang nicht herum. Denn: Das Amt muss Ihre neue Adresse im Personalausweis eintragen. Wenn die Zeit aber vor lauter Verpflichtungen einfach nicht da ist, kann das jemand anderes für Sie erledigen. Der Retter in der Not braucht:

  • alle  notwendigen Unterlagen für die Ummeldung des Wohnsitzes
  • eine von Ihnen unterzeichnete Vollmacht

In manchen Gemeinden muss die Vollmacht beglaubigt werden. In Bayern ist das zum Beispiel üblich.

Wichtig: Sie müssen das Meldeformular persönlich unterschreiben.

Sie wollen Ihre ganze Familie ummelden? Dafür müssen Sie keinen Familienausflug zum Einwohnermeldeamt machen. Es reicht aus, wenn ein Familienmitglied die Angelegenheit übernimmt.

Sobald Sie die Wohnsitz-Ummeldung abgehakt haben, können Sie sich andere To-Dos auf Ihrer Umzugscheckliste vornehmen. Darunter natürlich auch: allen die neue Adresse mitteilen. Die kostenlose Umzugsmitteilung der Deutschen Post ist dabei ein wertvoller Helfer.

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