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Wohnsitz ummelden: Kosten, Fristen, Bußgeld

Glückliche junge Frau sitzt zwischen Umzugskartons
BartekSzewczyk, iStock 2018

Umgezogen? Schnell zum Einwohnermeldeamt!

Geschafft! Sie sind umgezogen. Die alte Wohnung ist Vergangenheit, und per Nachsendeauftrag haben sie dafür gesorgt, dass die Post weiterhin den Weg zu Ihnen findet.

Im neuen Heim ist nun eine Menge zu tun: Wände sind zu streichen, Kisten wollen ausgepackt, Regale zusammengeschraubt werden. Und, klar, da gibt es natürlich auch noch die Einweihungsparty, auf die Sie sich schon freuen. Über all diesen Dingen sollten Sie aber eines nicht vergessen: Sie sollten so schnell wie möglich zum Einwohnermeldeamt gehen und Ihren Wohnsitz ummelden.

Wohnsitz-Ummeldung innerhalb der Frist: Kaum Kosten

Denn: In Deutschland besteht Meldepflicht. Ein bis zwei Wochen haben Sie je nach Wohnort Zeit, um das Einwohnermeldeamt an Ihrem neuen Wohnort über eine Veränderung Ihres Wohnsitzes zu informieren. Dabei ist es egal, ob Sie den Wohnort wechseln oder nur die Hausnummer in Ihrer Straße. Das Gleiche gilt für den Zweitwohnsitz. Über die genaue Frist sollten Sie sich beim Einwohnermeldeamt Ihres neuen Wohnorts informieren, um kein Bußgeld zu riskieren.

Halten sie die Frist ein, ist die Ummeldung meist kostenfrei. Manche Ämter erheben allerdings eine Bearbeitungsgebühr. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie etwa 20 Euro Bargeld dabeihaben – oder Sie informieren sich einfach vorher bei der zuständigen Behörde. Die meisten Ämter stellen die wichtigsten Informationen zur Ummeldung auf ihre Internetseite zur Verfügung.

Bußgeld für verspätete Ummeldung möglich

Achtung: Verpassen Sie die Frist für die Ummeldung der Wohnung, kann das für Sie unangenehme Folgen haben und möglicherweise teuer werden – ein saftiges Bußgeld droht. Denn nach § 54 des Bundesmeldegesetzes (BMG) handelt derjenige ordnungswidrig, der den neuen Wohnsitz nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig anmeldet. Ob absichtlich oder versehentlich, ist dem Gesetzgeber egal.

 

Nicht vergessen: Innerhalb der Frist ummelden - sonst droht ein Bußgeld.

Fristüberschreitungen können bis zu 1000 Euro kosten. Derart kostspielig wird es allerdings selten. Es liegt im Ermessen des Sachbearbeiters, ob und wie viel Bußgeld er Ihnen abnimmt. Meist sind es zwischen 20 und 30 Euro. Wenn Sie dem zuständigen Sachbearbeiter freundlich die Ursache Ihrer Verspätung erklären und vielleicht einen Nachweis dabeihaben, warum sich die Anmeldung verzögert hat – zum Beispiel eine Krankschreibung etc. –, drückt er möglicherweise sogar ein Auge zu.

Außerdem sind in vielen Städten und Gemeinden die Bürgerbüros derart stark ausgelastet, dass es manchmal schwierig ist, rechtzeitig einen Termin zu bekommen. Auch in diesen Fällen sind die Sachbearbeiter meist nicht allzu streng, wenn Sie ein wenig zu spät dran sind. Darauf verlassen sollten Sie sich aber nicht.

Kein freier Termin beim Meldeamt?

Eine Wohnsitz-Anmeldung oder -Ummeldung ist in sämtlichen Meldeämtern Ihres neuen Wohnortes möglich. Falls Sie in eine größere Stadt ziehen und das Amt in Ihrem Bezirk keine freien Termine innerhalb der Frist anbieten kann, können Sie ebenso gut eines in einem anderen Stadtteil aufsuchen.

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