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Strom anmelden: So kommt nach dem Umzug Energie ins Haus

Offshore-Windpark: Windräder im Meer.
MR1805, iStock 2018

Wichtige Daten für den Stromversorger

Wenn Sie Ihre neue Wohnung für die Stromversorgung anmelden wollen, müssen Sie bestimmte Informationen bereitstellen. Folgende Angaben braucht der Anbieter, damit Sie nach dem Umzug bei ihm Kunde werden können:

  • Ihre neue Anschrift
  • Zählernummer und Zählerstand in der neuen Wohnung
  • Ihre Bankverbindung

Wann und wo Sie den Strom für die neue Wohnung anmelden können

Am einfachsten melden Sie sich online über die Webseite des Stromanbieters an. Meistens ist auch eine Anmeldung per Post möglich.

Die Bearbeitung des Antrags kann 2 bis 3 Wochen dauern. Schließen Sie den Vertrag mit dem Stromlieferanten deshalb am besten rechtzeitig vor dem Umzug ab.

Sie sind ein bisschen spät dran und haben erst nach dem Umzug daran gedacht, dass Sie ja noch Strom anmelden müssen? Kein Sorge, Sie müssen nicht im Dunkeln sitzen! In der Zwischenzeit bekommen Sie den Strom vom zuständigen Grundversorger am neuen Wohnort. Das gilt überall, ob Sie nun nach Hamburg oder Berlin ziehen oder in eine ländlichere Region. Kleiner Wermutstropfen: Der Strom des Grundversorgers ist oft teurer als die Wettbewerber.

Tipp: Machen Sie es Ihren aktuellen Vertragspartnern leichter, sich mit Ihrer neuen Adresse zu versorgen – mit einer kostenlosen Umzugsmitteilung

Unterschied zwischen Grund- und Ersatzversorgung

Grundsätzlich gibt es 3 Arten der Stromversorgung:

  • wettbewerbliche Energieversorgung: Sie schließen einen Vertrag mit einem Stromlieferanten Ihrer Wahl ab, der in Ihrer Region seinen Service anbietet.
  • Grundversorgung: Der Stromanbieter mit den meisten Kunden in Ihrer Region versorgt Sie automatisch, falls Sie den Strom nicht bei einem anderen Anbieter anmelden.
  • Ersatzversorgung: Um Versorgungslücken zu vermeiden, springt der Grundversorger ein, falls Sie aktuell zu keinem Stromanbieter gehören – z. B., falls ein Stromlieferant insolvent wird.

Ein Grundversorgungsvertrag kommt automatisch zustande, wenn Sie zum ersten Mal den Strom einschalten und sich vorher nicht bei einem anderen Anbieter angemeldet haben. “Konkludentes Verhalten” nennt sich das im Vertragsdeutsch. Natürlich können Sie sich auch ganz bewusst für den regionalen Grundversorger entscheiden und aktiv einen Vertrag mit ihm schließen. Die Kündigungsfrist beträgt 14 Tage. Die Preise sind für alle gleich und in öffentlichen Preisblättern online einsehbar. Sie zahlen einen monatlichen Abschlag und bekommen am Jahresende eine Verbrauchsabrechnung.

Ersatzversorgung ist gekennzeichnet durch:

  • besonders hoher Preis: zwischen 10 und 15 % teurer als bei einem Energieversorgungsvertrag, den Sie frei schließen
  • keine Kündigungsfrist, Lieferantenwechsel jederzeit möglich
  • maximal 3 Monate Vertragsdauer

Wenn Sie sich keinen anderen Stromversorger suchen, wechseln Sie nach 3 Monaten automatisch in die Grundversorgung (Achtung: Hier beträgt die Kündigungsfrist 2 Wochen)

Entsprechend wichtig: Sie sollten nach dem Umzug möglichst zügig den Strom anmelden.

Tipp: Noch besser ist es, wenn Sie mehrere Wochen vor Ihrem Umzug loslegen. Finden Sie bereits zu diesem Zeitpunkt den für Sie optimalen Stromanbieter. Haben Sie Ihn gefunden, teilen Sie ihm die notwendigen Daten inklusive Ihres Umzugstermins mit. Im Optimalfall erhalten Sie nun Strom vom Stromlieferanten Ihrer Wahl, sobald Sie Ihr neues Zuhause bezogen haben.

Wenn Sie Strom anmelden und wirklich Geld sparen wollen, sollten Sie bei sehr günstigen Angeboten besonders genau hinsehen.

Tipps für die Auswahl des Stromanbieters

Auch wenn es etwas Zeit und Mühe kostet: Vergleichen Sie die Strompreise der Anbieter, die für Ihre Region in Frage kommen. Am besten nutzen Sie dafür einen Stromvergleichsrechner im Internet.

Von welchem Stromverbrauch soll ich ausgehen?

Da Sie bei einer Neuanmeldung selbst keine Vergleichswerte haben: Fragen Sie, falls möglich, den Vormieter Ihrer neuen Wohnung, wie viel Strom er im Jahr verbraucht hat. So erhalten Sie einen Anhaltspunkt, wie hoch der Verbrauch werden könnte.

Ansonsten gilt: Rechnen Sie eher mit mehr Verbrauch, wenn Sie etwa Strom für Nachtspeicher oder Durchlauferhitzer einplanen müssen. Das sollten Sie gleich zu Beginn mit einrechnen, damit Sie bei Nachzahlungen keine bösen Überraschungen erleben.

Wie sieht es mit Ökostrom aus?

Bei Ökostrom sollten Sie mit etwas erhöhten Kosten rechnen. Ziehen Sie beim Vergleich neben den reinen Ökostromanbietern auch andere Stromlieferanten mit ein. Mittlerweile haben die meisten gängigen Stromanbieter auch Ökostrom im Angebot.

Sind Sparangebote das Beste für mich?

Schauen Sie besonders genau hin bei Angeboten, die deutlich unter denen anderer Anbieter liegen. Vor allem beim zugrunde gelegten Verbrauch wird hier häufig von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Dann mag zwar der Preis bei den Abschlagszahlungen zunächst besonders günstig erscheinen. Am Ende kommen aber womöglich hohe Nachzahlungen auf Sie zu.

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