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Strom kündigen: Das ist wichtig bei Umzug, Preiserhöhung & Co.

Hand zieht Stecker aus Steckdose.
Zhenikeyev, iStock 2018

Strom kündigen nach Umzug: So gehen Sie vor

Sie ziehen um und wollen den Vertrag mit Ihrem bisherigen Stromlieferanten kündigen? Welche Bedingungen dabei gelten, entscheidet die Art ihres Energievertrags. Es gibt zwei Varianten:

  • Verträge innerhalb der Grundversorgung
  • Sonderverträge

Bei einem Grundversorgungsvertrag, etwa mit den örtlichen Stadtwerken, können Sie den Vertrag bei einem Umzug mit einer zweiwöchigen Frist kündigen.

Näheres zur Grundversorgung erfahren Sie in unseren Ratgebern zu den Themen „Stromanbieter wechseln“ und „Strom anmelden“.

Alle anderen Energieverträge werden als Sonderverträge bezeichnet. Hier kommt es bei der Kündigung auf die jeweiligen Geschäftsbedingungen an. Für den Fall, dass Sie die Wohnung wechseln, lautet die entscheidende Frage: Besteht ein Sonderkündigungsrecht bei Umzug? Wenn nein, müssen Sie sich an die festgeschriebene Kündigungsfrist des Vertrages halten.

Sonderkündigungsrecht

Ein Sonderkündigungsrecht haben Sie in jedem Fall, wenn Ihr aktueller Energie-Anbieter keinen Strom in Ihr neues Zuhause liefern kann oder wenn er dort höhere Preise für den Strom verlangt als an der alten Adresse.

Darauf sollten Sie bei der Kündigung des Stroms achten

Gut zu wissen: Wenn Sie nach dem Umzug zu einem neuen Anbieter wechseln, übernimmt dieser in vielen Fällen die Kündigung für Sie.

Wenn Sie dennoch Ihren bisherigen Stromvertrag selbst kündigen wollen oder müssen, sollte Ihre Kündigung diese Angaben enthalten:

  • Datum
  • Ihren Namen
  • Ihre Vertragsadresse
  • Ihre Lieferadresse (falls abweichend von der Vertragsadresse)
  • Ihre neue Anschrift
  • Datum, ab dem Sie unter Ihrer neuen Anschrift wohnen
  • Kündigungsgrund (Umzug, Preiserhöhung, Anbieterwechsel)
  • Ihre Kunden- und/oder Vertragsnummer
  • fristgerechte Kündigung zum nächstmöglichen Termin (u.U. ein Hinweis auf ein bestehendes Sonderkündigungsrecht)
  • Ihre Unterschrift

Den Zählerstand brauchen Sie in der Kündigung des Stroms nicht anzugeben. Ihr Stromlieferant wird diesen bei Ihnen erfragen - oder er lässt er den Stand bei Ihnen ablesen. Inzwischen können Sie den Zählerstand oft auch per E-Mail oder online im Kundenportal mitteilen.

Tipp: Notieren oder fotografieren Sie dennoch zum Zeitpunkt der Kündigung den Zählerstand. So vermeiden Sie spätere Unstimmigkeiten. Und: Versenden Sie Ihre Kündigung am besten als Einschreiben, so gehen Sie auf Nummer sicher.

Strom kündigen nach Wohnungsaufgabe: So leicht geht‘s

Geben Sie Ihre Wohnung auf, ohne sich anderswo in Deutschland in einer eigenen Wohnung neu anzumelden, und müssen deshalb den Strom kündigen?

In diesem Fall sieht das Gesetz zwar kein Recht zur Sonderkündigung vor. Dennoch zeigen sich die meisten Energieversorger kulant und lassen eine sofortige Kündigung zu. Schicken Sie dem Anbieter eine Kündigung, die – soweit vorhanden – oben angegebene Informationen enthält.

Zusätzlich weisen Sie darauf hin, dass Sie wegen besonderer Umstände kündigen. Zum Beispiel:

  • Umzug ins Ausland
  • Umzug in ein Seniorenheim oder eine Pflegeeinrichtung
  • Tod des Wohnungsinhabers

Strom kündigen nach einer Preiserhöhung: Das sollten Sie wissen

Nach einer Preiserhöhung besteht ebenfalls ein Sonderkündigungsrecht. Ruft Ihr Anbieter also nach einem Umzug höhere Preise auf, dürfen Sie kündigen. Die einzuhaltende Frist beträgt 14 Tage – ganz egal, was in Ihrem bestehenden Vertrag als Kündigungsfrist festgelegt ist.

Vergleichen Sie also früh genug die Anbieter in der neuen Region über einen Stromvergleichsrechner im Internet. Nach Vertragsabschluss übernimmt in der Regel der neue Stromversorger die Kündigung beim bisherigen Anbieter für Sie.

Tipp: Damit Sie sich bei einem Umzug auf das Wesentliche konzentrieren können: Sorgen Sie dafür, dass viele Ihrer Vertragspartner es leicht haben, sich über Ihre Adressänderung zu informieren. Die kostenlose Umzugsmitteilung hält Ihnen den Rücken frei.

Wenn Sie einen alten Vertrag auflösen, übernimmt in den meisten Fällen der neue Stromlieferant die Kündigung für Sie.

Stromanbieter kündigen: Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen

Wenn Sie Strom kündigen oder abmelden wollen, sind Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist stets die entscheidenden Kriterien.

In der Regel wird eine Mindestvertragslaufzeit festgelegt. Das sollten Sie dazu wissen:

  • Bei Neuverträgen beträgt die Mindestvertragslaufzeit meistens 12 oder 24 Monate.
  • Kürzere Laufzeiten sind meistens mit einem höheren Preis verbunden.
  • Ist die vereinbarte Zeit verstrichen und wurde nicht gekündigt: Achtung, der Vertrag verlängert sich zumeist um ein Jahr.

Bei der Kündigungsfrist sind vor allem diese Aspekte wichtig:

  • Üblich sind Fristen von drei Monaten zum Ende der Vertragslaufzeit.
  • In der Grundversorgung können Sie innerhalb von zwei Wochen kündigen.
  • Ein gesetzlich vorgegebenes Sonderkündigungsrecht besteht ebenfalls bei einer Preiserhöhung. Diese muss Ihnen der Anbieter vor Ablauf der Abrechnungsperiode mitteilen - inklusive Hinweis auf das Sonderkündigungsrecht.
  • Ein Sonderkündigungsrecht bei Umzug wird nur von bestimmten Anbietern eingeräumt. Achten Sie bereits bei Vertragsabschluss auf eine entsprechende Klausel.
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