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Stromanbieter wechseln: Was Sie beim Umzug beachten sollten

Glühbirnen angeschaltet
loveguli, iStock 2018

So finden Sie den passenden Stromanbieter

Sie überlegen, nach dem Umzug zu einem neuen Stromanbieter zu wechseln?

  • Suchen Sie sich einen Stromanbieter, der die Region Ihrer neuen Wohnung versorgt. Das erledigen Sie am besten schon sechs bis acht Wochen vor Ihrem Umzug.
  • Ob dabei der Preis oder beispielsweise die Verfügbarkeit von Ökostrom ausschlaggebend ist, ist Ihre persönliche Entscheidung.

Um das passende Angebot zu finden, ist dann vor allem Ihr jährlicher Stromverbrauch ein wichtiger Wert. So gehen Sie vor, um die Stromanbieter miteinander zu vergleichen:

  • Bringen Sie Ihren jährlichen Stromverbrauch in Erfahrung. Nutzen Sie dafür die jährliche Abrechnung Ihres bisherigen Stromanbieters.
  • Suchen Sie im Internet nach einem Vergleichsportal für Stromanbieter.
  • Geben Sie in der Maske der Webseite Ihren Stromverbrauch und weitere relevante Daten ein. Zu diesen gehören Ihre neue Postleitzahl und die Anzahl der Personen in Ihrem Haushalt.
  • Viele Vergleichs-Webseiten bieten zusätzliche Filtermöglichkeiten. Etwa, ob Sie nur Ergebnisse mit Ökostrom erhalten oder Boni mit einrechnen wollen.

Angebotsfakten

Das Angebot eines Stromanbieters sollte mindestens diese Kosten aufführen:

  • Grundpreis
  • Verbrauchspreis
  • Netzentgelte
  • Stromsteuer und Mehrwertsteuer

Übrigens: Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit veröffentlicht jedes Jahr einen Stromspiegel für Deutschland. Damit können Sie Ihren Stromverbrauch bewerten und in sieben Klassen von "gering" bis "sehr hoch" einordnen.

Tipp: Neben dem Vergleich mit anderen deutschen Haushalten ist der Stromspiegel auch bei der Energieberatung hilfreich.

Stromanbieter wechseln beim Umzug: So gehen Sie vor

Gehen Sie den Stromanbieterwechsel möglichst frühzeitig und gut vorbereitet an.

Das ist übrigens auch zu empfehlen, wenn Sie Ihre sonstigen Vertragspartner über eine Adressänderung informieren wollen. Hier hilft zum Beispiel die kostenlose Umzugsmitteilung sehr.

Vertrag mit dem bisherigen Stromanbieter prüfen

Sobald Sie wissen, wann der Umzug ansteht: Prüfen Sie den Vertrag Ihres bisherigen Stromanbieters.
Existiert eine festgelegte Vertragslaufzeit oder Kündigungsfrist, die Sie einhalten müssen?
Wenn nicht: Benachrichtigen Sie Ihren Anbieter sicherheitshalber mindestens vier Wochen vor dem Auszug.
Gibt es ein Sonderkündigungsrecht (“Umzugsklausel”)? Oder endet der Vertrag bei Umzug automatisch?

Neuen Stromanbieter beauftragen und alten Vertrag kündigen

Angebotsvergleich lohnt sich immer

Auch für den Fall, dass Ihr alter Anbieter Sie am neuen Wohnort weiter versorgen kann: Vergleichen Sie die Preise aller infrage kommenden Anbieter, bevor Ihr Vertrag ausläuft. Scheuen Sie nicht den Aufwand eines Wechsels - oft können Sie dadurch viel Geld sparen.

So beauftragen Sie den neuen Stromanbieter:

  • Haben Sie einen Anbieter gefunden, melden Sie sich dort an. In den meisten Fällen ist das online möglich.
  • Falls angeboten: Lassen Sie den neuen Anbieter die Kündigung Ihres alten Vertrags übernehmen. Sonst müssen Sie Ihren aktuellen Anbieter selbst kündigen. Halten Sie dabei etwaige Fristen ein.

Sie sind nicht mehr bei Ihrem bisherigen Anbieter und haben noch keinen neuen Stromzulieferer? Dann werden Sie automatisch Kunde in der Grundversorgung. Dieser Strom ist meist relativ teuer – Grund genug, zu einem neuen Stromanbieter zu wechseln.

Wer bei einem Umzug den Stromanbieter wechselt und Wert auf Ökostrom legt, wird mittlerweile bei vielen Unternehmen fündig.

Grundversorgung nach dem Umzug: Bequem, aber teuer

Auch wenn es mit einem neuen Liefervertrag nach dem Umzug noch nicht geklappt hat und ihr alter Anbieter Sie nicht mehr versorgt: Im Dunkeln sitzen Sie in Ihrer neuen Wohnung keinesfalls.

Der Grund: In Deutschland hat jeder Haushalt das Recht, über das öffentliche Netz Strom zu beziehen. Wenn Sie keinen Vertrag mit einem anderen Stromanbieter abschließen, übernimmt zunächst der örtliche Grundversorger eine Ersatzversorgung – häufig sind das die Stadtwerke. Sobald Sie in Ihrem neuen Zuhause erstmals Strom nutzen, springt der Grundversorger ein.

Grundversorgung und Ersatzversorgung mit Strom

Das ist zunächst einmal praktisch. Und bleiben Sie beim Grundversorger, ist das zwar bequem, aber im Vergleich mit anderen Anbietern in der Regel teurer. Die Tarife der Ersatzversorgung entsprechen zumeist denen der Grundversorgung – für die der Kunde im deutschlandweiten Vergleich am tiefsten in die Tasche greifen muss.

Wechseln Sie während der Ersatzversorgung zu keinem neuen Stromanbieter, dann wechseln Sie nach drei Monaten automatisch in die Grundversorgung.

Ersatzversorgung als Überbrückung

Die Ersatzversorgung dient auch der Überbrückung, wenn Ihr Stromanbieter plötzlich ausfällt oder ein Vertrag endet und der neue noch nicht begonnen hat. Sie beginnt in solchen Fällen automatisch und dauert maximal drei Monate. Anschließend landen Sie automatisch in der Grundversorgung, wenn Sie keinen anderen Stromanbieter-Vertrag abschließen.

So wechseln Sie von der Ersatzversorgung zu einem neuen Stromanbieter

Sie sollten sich nach dem Umzug also möglichst schnell einen neuen Stromanbieter suchen, wenn Sie einen günstigen Tarif haben wollen. Viele Anbieter sind bis zu 15 Prozent günstiger als der Grundversorger.

Bei der regulären Grundversorgung ist eine Kündigungsfrist von zwei Wochen zu beachten. Wechseln Sie aber aus der Ersatzversorgung zu einem neuen Anbieter, dann gibt es keine Kündigungsfrist. Entsprechend einfach ist der Wechsel:

  • Sobald Sie einen neuen Stromanbieter gefunden haben, schließen Sie einen Vertrag mit ihm ab.
  • Das Unternehmen übernimmt automatisch die Kündigung der Ersatzversorgung für Sie.
  • Sobald der neue Zulieferer mit der Stromversorgung beginnt, endet die Ersatzversorgung.
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