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Rauchmelder richtig anbringen: Was Sie zu den Warngeräten wissen sollten

Rauchmelder anbringen
istock.com/sturti 2018

Wo muss man Rauchmelder anbringen?

Sie sind umgezogen und müssen in Ihrem neuen Zuhause Rauchmelder anbringen. Dass diese Brandschutzgeräte Pflicht sind, wissen Sie. Aber wie viele brauchen Sie eigentlich? Das hängt allgemein von folgenden Faktoren ab:

  • Zimmerzahl
  • Größe und Grundriss der Zimmer
  • Funktion des Zimmers
  • Bundesland

Für alle Bundesländer bis auf Berlin und Brandenburg gilt: Wenn Sie nur die Mindeststandards erfüllen wollen, müssen Sie in diesen Zimmern Rauchmelder anbringen:

  • Schlafzimmer
  • Kinderzimmer
  • Flure, die als Fluchtweg dienen

Keller, Abstellräume, Bad und Küche brauchen also nicht zwingend einen Rauchmelder.

Berlin und Brandenburg haben für den Mindestschutz strengere Regeln: Dort müssen Sie Rauchmelder in allen Räumen anbringen, in denen sich Menschen aufhalten. Lediglich Küche und Bad sind von der Rauchmelderpflicht befreit.

Abgesehen vom Pflichtminimum geben Brandschutzexperten aber in jedem Fall die Empfehlung, in jedem Raum einen Rauchmelder zu installieren – das kann Ihnen das Leben retten. Für Küche und Bad brauchen Sie wegen Wasserdampf und Bratrauch allerdings spezielle Geräte, um nicht täglich Fehlalarme zu provozieren: entweder Wärme- bzw. Hitzemelder statt Rauchmelder oder Rauchmelder mit besonders großer Rauchkammer.

Rauchmelderpflicht

Die Rauchmelderpflicht gibt es schon länger. Sie gilt mittlerweile fast lückenlos in allen Bundesländern:
  • Seit 2017 müssen bundesweit in allen Neubauten Rauchmelder installiert werden.
  • Für ältere Häuser (Bestandsbauten) gab es Übergangsfristen zur Nachrüstung, die jedoch in sämtlichen Bundesländern mittlerweile abgelaufen sind. Eine Ausnahme ist Sachsen: Dort sind Rauchmelder bislang nur in Neu- und Umbauten zu installieren, eine Nachrüstpflicht für bestehende Wohngebäude wird jedoch aktuell erwogen.
  • Wenn Sie es genauer wissen wollen: Die Rauchmelderpflicht ist ein Teil der Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes.

Rauchmelders richtig anbringen: Das sollten Sie bei der Montage beachten

Kann man Rauchmelder selber anbringen? Aber klar! Die Montage von Rauchmeldern zu Hause ist nicht allzu schwierig und laut der geltenden DIN-Norm 14676 auch Laien erlaubt. Wie Sie den Rauchmelder richtig anbringen? Das erklärt die zum Gerät mitgelieferte Bedienungsanleitung. Sie können aber natürlich auch einen Elektriker bestellen oder den Service für Installation und Wartung von Rauchmeldern nutzen, den manche Elektromärkte anbieten

Auf diese Punkte sollten Sie unbedingt achten, wenn Sie einen Rauchmelder anbringen:

Position:

  • in der Raummitte
  • an der Zimmerdecke
  • max. 6 m Deckenhöhe
  • bei Giebeldecken: mind. 30 cm unter der Dachspitze
  • mind. 50 cm Abstand zur Wand
  • mind. 50 cm Abstand zu Lampen und anderen Elektrogeräten
  • Ausrichtung:
  • waagerecht
  • Schrägen bis maximal 20 Grad sind okay, aber nicht ideal.

Anzahl pro Zimmer:

  • mind. ein Rauchmelder pro Zimmer
  • bei verschachtelten Räumen: mind. einer pro Bereich
  • bei Zimmern mit mehreren Etagen: mind. einer pro Ebene
  • bei Zimmern, die größer sind als 60 qm, sind zusätzliche Rauchmelder nötig

Außerdem wichtig:

  • Überstreichen Sie das Gerät nicht mit Farbe – wenn die Lüftungsschlitze verstopft sind, löst der Rauchmelder im Brandfall vielleicht keinen Alarm aus.
  • Verdecken Sie den Rauchmelder nicht durch Schränke oder andere Möbelstücke
  • Montieren Sie das Gerät niemals an der Wand.
  • Starke Zugluft beeinträchtigt die Funktion. Bedenken Sie das bei der Wahl des Montageortes.

Tipp: Sie müssen nicht mal unbedingt bohren. Mittlerweile gibt es für viele Rauchmelder auch Klebe- und Magnethalterungen.

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Kosten: Wer zahlt für den Rauchmelder?

Die Installation von Rauchmeldern ist in allen Bundesländern Sache des Vermieters bzw. Eigentümers. Der muss entsprechend auch dafür zahlen. Vermieter dürfen  11 % der Anschaffungskosten auf die Mieter umlegen.

Was kostet ein guter Rauchmelder? Tatsächlich sind die nützlichen Geräte gar nicht so teuer: Die günstigsten bekommen Sie schon für etwa 15 Euro im Baumarkt. Allerdings sind diese Geräte häufig nicht mit Langzeitbatterien ausgestattet, was sie aufgrund eines häufigen Batterienwechsels langfristig doch recht teuer macht. Natürlich gibt es auch stylishe High-End-Geräte für 150 Euro und mehr.

Bei der Wartung sind die Zuständigkeiten unterschiedlich: In manchen Bundesländern ist auch dafür der Vermieter zuständig, in anderen ist das die Aufgabe des Mieters. Der Einfachheit halber werden bei Mietwohnungen aber meistens externe Kräfte wie Hausmeister oder Schornsteinfeger für den Rauchmelder-Check beauftragt. Die Kosten dafür kann der Vermieter umlegen.
Sowohl das Anbringen als auch die Wartung des Rauchmelders können aber im Mietvertrag als Mieterpflicht festgelegt werden.

Haben Sie in Ihrem Zuhause die Rauchmelder erst einmal angebracht, rücken die unauffälligen, aber nützlichen Geräte meist in den Hintergrund. Völlig vergessen sollten Sie die Rauchmelder aber nicht: Etwa alle 10 Jahre sollten sie ausgetauscht werden.

 

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