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Auswandern nach Ungarn: Was Sie vor dem Umzug wissen sollten

Auswandern nach Ungarn: Voraussetzungen und wichtige Infos
iStock.com/focusstock 2021

Voraussetzungen zum Auswandern

Ungarn ist ein beliebtes Reiseland und lockt unter anderem mit seiner malerischen Hauptstadt Budapest, dem Plattensee (Balaton) mit einer Fläche von fast 600 km² und mit seiner Landesküche rund um Gulasch, Paprikahuhn und Esterházy-Torte. Doch nicht nur deshalb kann es sich lohnen, nach Ungarn auszuwandern

Als EU-Bürger können Sie ohne Visum nach Ungarn einreisen. Dazu brauchen Sie lediglich Ihren Personalausweis oder Reisepass und können sich bis zu drei Monate im Land aufhalten. Nach Ablauf dieser Zeit sind Sie dazu verpflichtet, sich zu registrieren. Das können Sie bei der Nationalen Generaldirektion der Fremdenpolizei oder einer zuständigen Außenstelle tun. Dazu benötigen Sie in der Regel die folgenden Dokumente:

  • gültigen Personalausweise oder Reisepass
  • Arbeitsvertrag oder einen Nachweis der Selbstständigkeit
  • einen Mietvertrag mit Zustimmung des Mieters zur Registrierung
  • Nachweis über ausreichend finanzielle Mittel
  • Nachweis, dass Sie Leistungen der Krankenversicherung in Anspruch nehmen können

Nach Prüfung der Unterlagen erhalten Sie eine Registrierungsbestätigung für EWR-Staatsangehörige, die unbegrenzt gültig ist. Sie kann aber enden, wenn das Aufenthaltsrecht erlischt, weil beispielsweise das Studium beendet wurde. Wenn Auswanderer 5 Jahre ohne Unterbrechung in Ungarn gelebt haben, steht ihnen ein ständiges Aufenthaltsrecht zu.

Im Rahmen der Registrierung erhalten Sie zudem eine Wohnsitzkarte (Lakcímkártya). Sie enthält eine Personenidentifikationsnummer und weist Ihren Wohnsitz nach. Sie ist beispielsweise wichtig, wenn Sie einen Hausarzt suchen. Dieser kann über die Wohnsitzkarte prüfen, ob Sie in seinem Zuständigkeitsbereich wohnen. Außerdem dient die Karte als Ausweisdokument bei Polizeikontrollen und Ähnlichem.

 

Nach Ungarn auswandern: Diese Berufe sind gefragt

Die Wirtschaft in Ungarn ist stabil und im Aufschwung. Das zeigt sich auch an der Arbeitslosenquote, die laut tagesschau.de derzeit bei 3,4 Prozent liegt. Damit gehört Ungarn gemeinsam mit Deutschland zu den EU-Ländern mit dem niedrigsten Anteil gemeldeter Arbeitsloser. Darüber hinaus hat der ungarische Arbeitsmarkt einen großen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften. Besonders gesucht sind:

  • Ärzte
  • Ingenieure
  • Führungskräfte
  • Logistiker
  • Techniker
  • Facharbeiter
  • Mitarbeiter für die Tourismusbranche

Deutsche Staatsangehörige benötigen keine Arbeitserlaubnis für Ungarn. Einwanderer sollten jedoch Ungarisch-Kenntnisse mitbringen bzw. willens sein, die Sprache zu lernen. Das steigert die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Sobald Sie in Ungarn einem Beruf nachgehen, werden Sie automatisch ein Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung. Gut zu wissen: Die Löhne fallen deutlich niedriger aus als in Deutschland. Der Bruttomonatsverdienst liegt in Ungarn bei durchschnittlich 1.020 Euro im Monat (Stand 2018).

Markt in Budapest
Die Gehälter sind in Ungarn niedriger als in Deutschland, Lebensmittel gibt es jedoch günstig auf dem Markt.

Allerdings zahlen internationale Unternehmen, die von Ungarn aus operieren, in der Regel höhere Gehälter. Zudem sind die Lebenshaltungskosten wesentlich niedriger als hierzulande. Sie liegen bei etwa zwei Drittel des EU-Durchschnitts. Aus diesem Grund kann es sich für Rentner lohnen, nach Ungarn auszuwandern. Insbesondere in der Hauptstadt Budapest lässt die Infrastruktur und medizinische Versorgung keine Wünsche offen.

Ungarns wechselvolle Geschichte

Im Jahr 1.000 wurde das Königreich Ungarn von Stephan I. gegründet. Sein Herrscher erhob das Christentum zur Staatsreligion. Mitte des 16. Jahrhunderts fiel das Land unter osmanische Herrschaft. Gut hundert Jahre später wurde das Land Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie unter den Habsburgern. Nach einer kurzen Unabhängigkeit mit Ende des Ersten Weltkriegs geriet Ungarn nach dem Zweiten Weltkrieg unter die kommunistische Herrschaft der Sowjetunion. Erst 1989 wurde Ungarn wieder zur Republik und 2004 Teil der Europäischen Union. Unter der autoritären Führung von Ministerpräsident Viktor Orbán leiden jedoch Menschenrechte und Meinungsfreiheit.

Auswandern nach Ungarn: Das sollten Sie vorher erledigen

Bevor Sie das Land im Zentrum Europas zu Ihrer neuen Heimat machen, gibt es einiges zu tun. Dazu gehört:

  • Beim Einwohnermeldeamt abmelden: Das ist beim Umzug ins Ausland Pflicht. Das Zeitfenster dafür beginnt eine Woche vor dem Umzug und endet maximal zwei Wochen danach.
  • Verträge kündigen: Dazu gehören Verträge für Strom, Gas und Telefon. Prüfen Sie, ob ein Sonderkündigungsrecht besteht.
  • Transport des Hausstands planen: Setzen Sie sich mit Umzugsfirmen und Speditionen in Verbindung, die Auslandstransporte anbieten. Alles, was Sie nicht mitnehmen wollen, sollten Sie verschenken oder spenden.
  • Nachsendeauftrag stellen: So erreicht Ihre Post Sie auch im Ausland.
  • Unterkunft suchen: Machen Sie sich bereits in Deutschland auf die Suche nach einer vorläufigen Unterkunft, bevor Sie mit Sack und Pack das Abenteuer Auswandern angehen.

Sobald Sie in Ungarn angekommen sind, sollten Sie nach Möglichkeit einen Makler engagieren, wenn Sie eine Wohnung mieten oder kaufen möchten. Die Mitarbeiter vor Ort kennen die rechtlichen Bestimmungen und Vorgaben und können Sie entsprechend beraten. Sobald Sie Ihr neues Zuhause bezogen haben, können Sie Land und Leute kennenlernen.

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