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Klimaanlage im Haus nachrüsten: Diese Möglichkeiten gibt es

Klimaanlage im Haus nachrüsten: Diese Möglicheiten gibt es
iStock.com/tommaso79 2021

Welche Klimaanlage für das Zuhause? Zuerst die Kühllast berechnen

Die Suche nach der passenden Klimaanlage für Ihr Heim beginnt mit einer allgemeinen Bestandsaufnahme. Die folgenden Fragen sollten Sie sich vorab selbst beantworten:

  • Wie viele Räume sollen gekühlt werden?
  • Wie groß sind die zu kühlenden Räume?
  • Wie ist der energetische Zustand des Hauses (sprich: Wie gut ist die Dämmung an Wänden, Dach usw.)?
  • Wie viele Personen halten sich normalerweise in den zu kühlenden Räumen auf?
  • Sorgen Elektrogeräte, große Fensterfronten oder Ähnliches für ein zusätzliches Aufheizen?

Die Antworten auf diese Fragen bestimmen, wie leistungsstark die Klimaanlage für Ihr Haus sein muss: Sie beeinflussen die sogenannte Kühllast. Hierbei handelt es sich um die Wärmemenge, die das Gerät aus dem Raum befördern muss, um die gewünschte Temperatur herzustellen und zu halten.

Die Kühllast genau zu berechnen, ist nicht ganz einfach. Es müssen viele Faktoren berücksichtigt werden. Lassen Sie sich am besten von einem Klimatechnik-Fachmann unterstützen. Denn: Ist die nachgerüstete Klimaanlage zu schwach für Ihr Haus, kann sie ihre Aufgabe nicht richtig erfüllen. Ein zu starkes Klimagerät verbraucht wiederum unnötig viel Strom, sodass die Folgekosten steigen.

Klimaanlage nachträglich im Haus einbauen: Welche Möglichkeiten gibt es?

Sobald Sie wissen, was die Klimaanlage für Ihr Zuhause leisten muss, können Sie sich an die Auswahl des passenden Geräts machen. Die gute Nachricht: Wer eine Klimaanlage nachträglich in sein Haus einbauen möchte, hat gleich mehrere Optionen.

Monoblock: Klimaanlage ohne Außengerät

Besonders einfach lässt sich eine sogenannte Monoblock-Klimaanlage nachrüsten. Diese Klimaanlagen kommen ohne Außengerät aus. Kompressor, Kühlrippen und Kältemittel befinden sich im Gehäuse des Geräts. Aufwendige Bohrungen durch Wände sind somit nicht nötig, auch eine feste Montage an der Wand entfällt. Stattdessen bleibt die Klimaanlage mobil und kann an jedem geeigneten Ort im Haus aufgestellt werden. Alles, was Sie brauchen, sind eine Steckdose und gegebenenfalls ein Fenster.

Die aufgenommene Wärme leiten Monoblock-Klimaanlagen in der Regel über einen Schlauch ab. Dieser wird zum Beispiel durch ein leicht geöffnetes Fenster ins Freie geführt. Das sorgt leider dafür, dass von Außen auch warme Luft ins Zimmer gelangt, sodass sich die Kühllast und damit der Verbrauch der Klimaanlage erhöht. Um diesen Effekt möglichst gering zu halten, gibt es spezielle Fensterdichtungen für Monoblock-Klimaanlagen. Sie überbrücken den Fensterspalt und verhindern so, dass warme Luft in den Raum gelangt.

Klimaanlage im Mietshaus nachrüsten

Nicht nur Hausbesitzer, auch Mieter freuen sich, wenn im Sommer die Temperatur in den eigenen vier Wänden nicht zu hoch steigt. Bevor Sie kurzerhand eine Klimaanlage nachrüsten, sollten Sie aber auf jeden Fall zuerst Ihren Vermieter um Erlaubnis bitten – und sich diese am besten auch schriftlich geben lassen. Immerhin könnte der Kompressor der Anlage Ihre Nachbarn stören. Oder bei den Bohrungen für die Klimaanlagenschläuche wird die Hauswand beschädigt. Haben Sie dann auf eigene Faust gehandelt, ist der Ärger mit dem Vermieter vorprogrammiert.

Single-Split- und Multi-Split-Klimaanlagen

Deutlich aufwendiger, aber auch effizienter sind sogenannte Split-Klimaanlagen. Sie bestehen aus mindestens zwei Geräteteilen: einer Außeneinheit, in der sich der Kompressor befindet sowie wenigstens einer Inneneinheit, die die Kühlung der Raumluft übernimmt und an der Zimmerwand montiert wird. Außen- und Inneneinheit sind mithilfe dünner Leitungen miteinander verbunden, durch die die Kühlflüssigkeit zirkuliert.

Da Split-Klimaanlagen die kühlere Außenluft nutzen können, arbeiten Sie stromsparender als Monoblock-Geräte. Und weil der Kompressor außen sitzt, sind die Klimaanlagen im Betrieb auch deutlich leiser als ihre mobilen Geschwister.

Wer sich eine Split-Klimaanlage ins Haus holen möchte, hat die Wahl zwischen Single- und Multi-Split-Anlagen.

  • Single-Split-Anlagen bestehen aus einer Außen- und einer Inneneinheit und können somit nur in einem Raum genutzt werden.
  • Multi-Split-Anlagen haben eine Außeneinheit, die allerdings mit mehreren Inneneinheiten im Haus verbunden ist. So können Sie mehrere Zimmer mit einer zentralen Klimaanlage kühlen.

Bei beiden Varianten werden Bohrungen durch die Außenwand des Hauses nötig. Laien sollten deshalb am besten einen Fachhandwerker beauftragen.

Split-Klimaanlagen sollten Sie am besten von einem Fachmann einbauen lassen.

Klimaanlage nachrüsten: Mit diesen Kosten müssen Hausbesitzer rechnen

Soll künftig eine Klimaanlage in Ihrem Haus für angenehme Temperaturen sorgen, fallen zunächst einige Anfangsinvestitionen an. Mit diesen Anschaffungskosten sollten Sie rechnen:

  • Monoblock-Klimaanlage: etwa 300 - 800 Euro pro Gerät, zwischen 20 und 50 Euro für die Fensterdichtung
  • Split-Klimaanlage: etwa 800 bis 5.000 Euro (abhängig von der Anzahl der Inneneinheiten) sowie Kosten für die benötigten Außenwandbohrungen

Zu diesen Anschaffungskosten kommen noch laufende Kosten für die regelmäßige Wartung und Reinigung der Klimaanlage hinzu. Außerdem verbrauchen die Geräte Strom, der sich am Ende auch auf Ihrer Nebenkostenabrechnung bemerkbar macht.

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