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Für warme Füße: Fußbodenheizung nachträglich einbauen

Paar auf Boden mit Fußbodenheizung
istock.com/Moyo Studio 2020

Diese Vorteile hat eine Fußbodenheizung

Schon die alten Römer wussten, dass warme Luft nach oben steigt – und schätzten mollig warme Füße. Auf sie geht die Erfindung der Fußbodenheizung zurück, die damals als Hypocaustum bezeichnet und mit Holz befeuert wurde. Im Laufe der Zeit hat sich die Heiztechnik natürlich um einiges verfeinert, das Grundprinzip funktioniert jedoch auch heute noch ähnlich wie damals und bietet viele Vorteile:

  • Das Flächenheizsystem erwärmt Füße und Raum gleichmäßig.
  • Die Heizung ist nicht sichtbar. Da im Raum kein Heizkörper stört, haben Sie mehr Möglichkeiten, sich einzurichten.
  • Durch die gleichmäßige Verteilung der Wärme wird weniger Staub aufgewirbelt als bei konventionellen Heizkörpern. Das kommt Menschen mit Hausstauballergie und Asthmatikern zugute.
  • Im Vergleich mit normalen Heizkörpern sparen Sie etwa zehn Prozent Energie ein.

Leider ist längst nicht jede Wohnung mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Vielleicht sind Sie gerade in einen Altbau umgezogen und wünschen sich diesen Komfort? Dann sollten Sie darüber nachzudenken, ob Sie eine Fußbodenheizung nachrüsten. Wie aufwendig sich die Sanierung gestaltet und welches Verfahren für Ihr Zuhause das richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Generell geht die Nachrüstung einer Fußbodenheizung immer mit umfangreichen Arbeiten einher. Für das Verlegen der Heiztechnik muss der komplette Boden geöffnet werden. Daher ist es sinnvoll, die Fußbodenheizung mit einem Austausch des Bodenbelags zu verbinden.

Der neue Bodenbelag sollte Wärme besonders gut leiten können. Eine passende Wahl sind Fliesen oder Naturstein. Über der Fußbodenheizung Parkett zu verlegen ist unter bestimmten Bedingungen ebenfalls möglich. Lassen Sie sich hierzu von einem Experten beraten. Teppich ist eher ungeeignet.

Fußbodenheizung nachträglich einbauen: Diese Möglichkeiten gibt es

Generell können Sie zwischen zwei Arten von Fußbodenheizung wählen. Verbreitet sind wasserführende Systeme, bei denen warmes Wasser durch Rohre unter dem Boden zirkuliert und ihn so erwärmt. Daneben haben Sie auch die Möglichkeit, eine elektrische Fußbodenheizung einbauen zu lassen. Diese besteht aus dünnen Heizmatten, die sich unter Spannung erwärmen. Normalerweise liegen sie direkt unter dem Bodenbelag und lassen sich günstig und schnell verlegen. Allerdings verursacht die elektrische Fußbodenheizung im späteren Betrieb durch den Stromverbrauch höhere Kosten als Warmwassertechniken.

Elektrische Fußbodenheizung
Bei einer elektrischen Fußbodenheizung werden Heizmatten direkt unter den Bodenbelag verlegt.

Egal ob elektrisch oder mit Warmwasser: Damit Ihre Flächenheizung effizient arbeiten kann und keine Energie verloren geht, sollten Sie in jedem Fall sicherstellen, dass der Boden unter der Heizung gut gedämmt ist. Davon abgesehen stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten offen, wie Sie eine Fußbodenheizung nachrüsten können.

Möglichkeit 1: Estrich herausreißen und neu aufbauen

Falls Sie von Grund auf sanieren und der Estrich Ihres Bodens ohnehin beschädigt ist, können Sie diesen herausreißen, neu aufbauen lassen und mit einem Heizsystem Ihrer Wahl bestücken. Da das Verfahren arbeits- und kostenintensiv ist, sollten Sie sich genau überlegen, ob es für Sie in Frage kommt.

Unumgänglich ist es, den Estrich auszutauschen, wenn Sie eine Nassverlegung Ihrer Fußbodenheizung anstreben, wie sie in Neubauten mittlerweile Standard ist. Bei diesem System liegen die Heizrohre auf besonderen Dämmplatten unter dem Estrich. Dadurch erwärmt sich der Boden zwar nur langsam, kann aber im Gegenzug auch viel und lange Wärme speichern.

Falls Sie eine Nassverlegung erwägen, seien Sie sich auch bewusst, dass dieses System nach der Entfernung des Estrichs später einen etwa 65 Millimeter hohen Estrichaufbau benötigt. Dadurch erhöht sich der Boden um mehrere Zentimeter, was sich auch auf den restlichen Raum auswirkt.

Möglichkeit 2: Fußbodenheizung einfräsen

Um einiges leichter ist es, die Heizungsrohre in bereits vorhandenem Estrich zu fräsen. Bei diesem Verfahren sägt ein Installateur zunächst dünne Kanäle in den vorhandenen Estrich. Anschließend werden die Leitungen der Fußbodenheizung dort verlegt und mit Estrich verfüllt. Der Vorteil dieses Verfahrens: Die Aufbauhöhe ändert sich gar nicht oder kaum, es sind keine weiteren Anpassungen notwendig.

Voraussetzung für das Einfräsen der Fußbodenheizung sind ein glatter Boden und eine Estrichstärke von mindestens vier Zentimetern.

Möglichkeit 3: Dünnschichtsysteme

Zum Nachrüsten der Fußbodenheizung eignen sich weiterhin auch Heizsysteme mit einer niedrigen Aufbauhöhe, bei denen der Estrich unbeschadet bleibt. Sie verlaufen direkt unter dem Fußboden. Eine besonders geringe Aufbauhöhe haben sogenannte Dünnschichtsysteme. Bei dieser Technik verlegen die Heizungsbauer Rohre auf dem Estrich oder bringen Heizfolien auf dem Bodenbelag an. Es wird keine zusätzliche Dämmschicht in den Boden eingebaut. Daher ist es wichtig, dass der Boden bereits gut gedämmt ist.

Fliesen mit Fußbodenheizung
Fliesen leiten die Wärme einer Fußbodenheizung besonders gut.

Möglichkeit 4: Trockenverlegung

Auch Systeme, die trocken verlegt werden, kommen für Bestandsbauten infrage. Dabei werden die Rohre der Fußbodenheizung zwischen Wärme- und Trittschalldämmplatten verlegt. Solche Systeme haben allerdings eine Aufbauhöhe von fünf Zentimetern. Das mag zunächst nicht nach besonders viel klingen, macht sich aber in der Praxis deutlich an der niedrigeren Höhe der Fenster und Türen im Raum bemerkbar.

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Fußbodenheizung nachrüsten: Diese Kosten kommen auf Sie zu

Eine Fußbodenheizung nachträglich einzubauen ist nicht günstig. Wie hoch die Kosten am Ende sind, ist abhängig davon, für welche Montagetechnik Sie sich entscheiden und welche Arbeiten möglicherweise zusätzlich anfallen. Hier Richtwerte, an denen Sie sich orientieren können. Die Angaben sind ohne Gewähr –  sie beziehen sich auf jeweils einen Quadratmeter Bodenfläche. Hinzu kommen die Lohnkosten für die verlegenden Handwerker:

  • Komplettsanierung, bei der auch Estrich ausgetauscht wird: 50 bis 120 Euro
  • Einfräsen in vorhandenen Estrich: 30 bis 50 Euro
  • Dünnschichtverfahren: 40 bis 70 Euro
  • Trockenverlegung: 30 bis 50 Euro
  • Elektroheizung: 20 bis 50 Euro
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