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Nach Island auswandern: Leben zwischen Gletschern und Geysiren

Frau badet in heißer Quelle
istock.com/Kateryna Kukota 2021

Leben und Arbeiten in Island: Formalia überschaubar

Für alle, die von Deutschland aus nach Island auswandern möchten, gibt es in Sachen Formalia gute Nachrichten: Als EU-Bürger brauchen Sie nicht viel zu tun. Sie dürfen sich bis zu drei Monate in Island aufhalten, ohne sich behördlich registrieren zu lassen. Wer länger bleiben will, muss sich beim zentralen Melderegister (Þjóðskrá Íslands) anmelden und dort eine Personenkennziffer beantragen. Eine individuelle Extra-Aufenthaltserlaubnis brauchen Sie nicht, da Island zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gehört.

Für die Krankenversicherung benötigen Sie eine Bescheinigung Ihrer bisherigen Krankenkasse, die Sie bei der isländischen Versicherungsbehörde (Sjúkratryggingar Íslands) vorlegen. Haben Sie sich dort gemeldet und diesen Nachweis erbracht, werden Sie direkt in die isländische Krankenkasse aufgenommen.

In diesen Branchen finden Sie Jobs in Island

Alle, die nach Island auswandern möchten, haben generell gute Aussichten auf eine Beschäftigung in diesen Wirtschaftszweigen:

  • im medizinischen Bereich
  • im sozialen Sektor, z.B. in Altenheimen oder Kindergärten
  • in der Landwirtschaft
  • im Baugewerbe
  • im Tourismus
  • als Au-pair

Sie können entweder von Deutschland aus einen Job suchen oder Sie wenden sich vor Ort an das lokale Arbeitsamt. Langwierige Bewerbungsverfahren sind in Island eher unüblich. In der Regel rufen Sie beim Unternehmen an und stellen sich dann direkt persönlich vor. Haben Sie den Job ergattert, beantragen Sie eine Lohnsteuerkarte. Mehr Details und wichtige Adressen zum Leben und Arbeiten in Island finden Sie bei der deutschen Botschaft in Reykjavik.

Gut zu wissen: Um eine verantwortungsvolle Position zu erlangen, ist es meist erforderlich, dass Sie Isländisch sprechen. Die Sprache zu lernen ist zwar nicht einfach. Doch es gibt Kurse vor Ort, in denen Sie Isländisch lernen können. Außerdem sprechen die meisten Isländer auch ausgezeichnet Englisch.

Wieviele Einwohner hat Island?

Dank seiner umwerfenden Natur zieht Island jährlich etwa zwei Millionen Touristen an. Einwohner hat die Insel aus Feuer und Eis weit weniger. Island wurde als eines der letzten Länder der Welt erst im Mittelalter besiedelt, zunächst von Norwegern und Kelten. Von diesen stammen auch die meisten der heute 365.000 Einwohner ab. Vor ihrem ersten Date checken viele junge Leute mithilfe einer Inzestvermeidungsapp, ob oder wie nah sie mit dem anderen verwandt sind. Im Durchschnitt sind die Isländer übrigens 36 Jahre alt und damit zehn Jahre jünger als der Durchschnittsdeutsche.

So teuer ist das Leben und Wohnen in Island

Island gehört zu den weltweit führenden Ländern, was den Lebensstandard und das Pro-Kopf-Einkommen angeht. Im Vergleich zu Deutschland sind die Lebenshaltungskosten um etwa 50 Prozent höher, da viele Dinge importiert werden müssen. Vor allem Alkohol ist teuer, was die Isländer aber nicht davon abhält, viel davon zu konsumieren. Besonders die Hauptstadt Reykjavik (übersetzt Dampfende Bucht ) ist bekannt für ihr rauschendes Nachtleben. Die Währung des Landes ist die Isländische Krone (ISK). 150 Kronen entsprechen in etwa 1 Euro.

Was kostet ein Haus in Island?

Isländer wohnen selten zur Miete, sie kaufen lieber eine Wohnung oder ein Haus. Auch WGs sind eher unüblich. Studenten leben meist in Wohnheimen oder Gästehäusern. Die Immobilienpreise sind höchst unterschiedlich und - wie überall - stark abhängig von der Lage des jeweiligen Objekts. Im Durchschnitt kostet ein Quadratmeter umgerechnet etwa 3.500 Euro. Am teuersten ist die Gegend in und um Reykjavik, auf dem Land ist es meist weit günstiger.

Blick über Reykyavik
Wie viel ein Haus in Island kostet, hängt von der Region ab. In und um die Hauptstadt Reykjavik ist es am teuersten.

Bei den Nebenkosten sparen Sie indes im Vergleich zu Deutschland. Denn dank der vielen Vulkansysteme verfügen die Isländer über eine enorme Menge geothermaler Energie, die sie extrem günstig zum Heizen nutzen. Mit Erdwärme und Wasserkraft deckt die Insel ihren Strombedarf komplett aus erneuerbaren Quellen ab.

Wo liegt Island?

Island liegt im Nordatlantik zwischen Grönland, den Faröer Inseln und Norwegen und ist Teil von Skandinavien. Mit einer Fläche von 103.000 km² und unter 400.00 Einwohnern ist es das am dünnsten besiedelte Land Europas. Die geografische Lage ist einzigartig: Die Insel liegt auf dem Riss zwischen der eurasischen und der nordamerikanischen Kontinentalplatte. Diese spezielle Lage ist die Ursache zahlreicher spannender Naturphänomene, zum Beispiel für die Ausbrüche der vielen aktiven Vulkane und die täglichen Erdbeben. Wer den Nationalpark Thingvellir besucht, kann in der Spalte zwischen den Kontinenten tauchen oder schnorcheln gehen.

Wie ist das Wetter in Island?

Das Wetter ist in Island ziemlich unbeständig, es kursiert die Redensart: Wenn du das Wetter nicht magst, warte fünf Minuten . Grund für die vielen plötzlichen Wetterumschwünge ist die Mischung aus milder Luft des Atlantik und der kalten Luft der Arktik. Insgesamt ist das Klima milder, als mancher vermuten mag, da der Golfstrom entlang Islands Küste fließt und karibische Wärme mit sich bringt. Im Durchschnitt ist es im Winter in Reykjavik zwischen einem Grad plus bis minus zehn Grad kalt. Im Sommer bewegen sich die Temperaturen zwischen 12 und 25 Grad. Schneestürme sind nicht ungewöhnlich. Im Winter gibt es nur sehr wenige Sonnenstunden.

Was Sie sonst noch über Island wissen sollten

Island ist vor allem für seine phänomenale Natur bekannt, für Lavalandschaften, Berge, Seen, Fjorde, Gletscher und Wasserfälle. Doch wussten Sie auch, dass...

  • hier 1980 die erste weibliche gewählte Präsidentin der Welt ihr Amt angetreten hat?
  • es hier illegal ist, Frauen weniger zu zahlen als Männern?
  • die Kriminalitätsrate besonders gering ist?
  • in mit Erdwärme betriebenen Gewächshäusern unter anderem Bananen angebaut werden?
  • Lakritz die wohl beliebteste Leckerei ist, gern auch in Kombination mit Schokolade oder als Eis?
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