Wohnen & LebenEntsorgungElektroschrott entsorgen: Wohin mit Handy, Kühlschrank & Co.?

Entsorgung

Elektroschrott entsorgen: Wohin mit Handy, Kühlschrank & Co.?

Berg von Elektroschrott auf einem Recyclinghof
pic_studio, iStock

Das gehört zum Elektroschrott

Die Entsorgung von Elektrogeräten im Hausmüll ist seit 2015 verboten. Nur: Was gilt denn eigentlich als Elektroschrott? Generell alles, was …

  • ein Stromkabel, Batterien oder Akkus hat,
  • mit Strom betrieben wird (wie Energiesparlampen) oder
  • selbst Strom erzeugt (wie Solaranlagen).

Neuere Geräte erkennen Sie außerdem an der durchgestrichenen Mülltonne auf dem Typenschild. Dieses Symbol zeigt noch mal ganz deutlich, wo die Geräte nicht hingehören.

Wo steht's im Gesetz?

Die spezielle Entsorgung von Elektrogeräten wird vom Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) vorgeschrieben. Zum einen soll damit die sichere Entsorgung giftiger Stoffe sichergestellt werden, wie sie beispielsweise in Kühlschränken oder Energiesparlampen enthalten sind. Außerdem werden wertvolle Stoffe der Elektrogeräte aufbereitet und wiederverwertet.

Elektrogeräte mit dem Sperrmüll abholen lassen

Wenn Sie Sperrmüll anmelden, können Sie dabei auch Elektroschrott wie Kühlschränke oder Staubsauger mit abholen lassen. Die Anzahl der Geräte darf dabei nicht das “haushaltsübliche Maß” übersteigen (in der Regel nicht mehr als 3 Geräte eines Typs). Bei der Anmeldung müssen Sie meistens angeben, welche und wie viele Geräte genau Sie entsorgen wollen.

Die Sperrmüllabholung ist in den Gemeinden unterschiedlich geregelt: Normalerweise läuft sie über die Stadtentsorgung, das Umweltamt oder die lokalen Recycling- bzw. Wertstoffhöfe. Meist ist sie pro Haushalt 1- bis 2-mal jährlich kostenlos.

Elektroschrott selbst wegbringen

Sie wollen nicht auf eine Abholung warten und könnten Ihre Altgeräte auch selbst zum nächsten Recyclinghof fahren? Natürlich ist das möglich. Bevor Sie jetzt aber direkt das Auto vollladen: Informieren Sie sich online oder telefonisch, welchen Elektroschrott Sie wo entsorgen dürfen! Denn nicht jeder Recycling- oder Wertstoffhof nimmt alles an.

Altgeräte beim Händler abgeben

Der Elektrogroßhandel und große Fachgeschäfte sind seit 2016 gesetzlich verpflichtet, alte Elektrogeräte kostenfrei zurückzunehmen. Das gilt für Geschäfte vor Ort genauso wie für Onlineshops – sofern sie mindestens 400 m² Fläche haben.

Großgeräte wie Kühlschränke oder Waschmaschinen müssen die Händler nur bei Kauf von entsprechender Neuware kostenlos zurücknehmen. Wenn Sie also zum Beispiel einen neuen Gefrierschrank brauchen, dann können Sie Ihre alte Kühltruhe im Geschäft abgeben. Oder Sie lassen sich das neue Gerät nach Hause liefern und der Spediteur nimmt das alte Teil mit. Dafür ist vermutlich eine Transportgebühr fällig. Für die Entsorgung an sich zahlen Sie nichts.

Kleinere Geräte wie Kaffeemaschinen, elektrische Zahnbürsten oder Rasierapparate müssen die Großhändler annehmen, auch wenn Sie sich kein neues Gerät kaufen. Für Onlinehändler bedeutet das, dass Sie solche Geräte mit einer freigemachten Rücksendemarke kostenlos zurückschicken können. Das gilt übrigens auch für Druckerpatronen. Aber: Bei mehr als 5 Geräten darf der Händler die Annahme verweigern. Sammeln Sie also nicht den Schrott der ganzen Familie ein, bevor Sie sich auf den Weg zum nächsten Elektromarkt machen.

Kleine Elektrogeräte per Post entsorgen

Ein Brief wird in den Briefkasten eingeworfen.
Kleinteiligen Elektroschrott wie PC-Bauteile können Sie kostenlos mit der Post entsorgen.

Privaten Elektrokleinschrott können Sie ganz bequem per Brief entsorgen. Laden Sie dazu die kostenlose Electroreturn-Versandmarke von der Webseite der Deutschen Post herunter und drucken Sie sie aus. Diese Marke ist Freimachung und vollständig ausgefüllter Adressaufkleber in einem.

Mit der Electroreturn-Marke können Sie kleinteiligen Elektroschrott entsorgen, der in den Umschlag eines Maxibriefs passt (Höchstmaße: 35 x 25 x 5 cm) und maximal 1 kg wiegt. In einen Briefumschlag dürfen Sie höchstens 2 Geräte stecken. Der Brief landet am Ende bei einem Entsorgungsfachbetrieb.

Wichtig: Manche kleinen Elektroteile dürfen Sie nicht via Brief entsorgen:

  • Notebook-Akkus
  • Energiesparlampen
  • Drucker-Toner

Umzugsmitteilung

Die Deutsche Post bietet Ihnen übrigens auch beim Umzug kostenlose Unterstützung. Mit der Umzugsmitteilung informieren Sie Versicherungen, Banken und Versandhändler rechtzeitig über Ihre Adressänderung: Hinterlegen Sie Ihre neue Adresse in der Datenbank, dann können Ihre Geschäftspartner darauf zugreifen und wichtige Post direkt an Ihre neue Adresse senden.

Batterien und Akkus in Sammelboxen recyceln

Leere Batterien und Akkus aus Elektrogeräten müssen herausgenommen und separat entsorgt werden. Dazu finden Sie in Drogerien und Supermärkten im Ein- oder Ausgangsbereich Sammelboxen. Nehmen Sie einfach bei Ihrem nächsten Einkauf die Batterien mit und stecken Sie sie in eine dieser Boxen.

Altgeräte spenden oder verkaufen statt wegwerfen

Sie wollen Ihren alten Computer oder Ihr ausrangiertes Smartphone loswerden – aber eigentlich funktioniert das Gerät noch? Dann wäre es doch schade, es einfach zu entsorgen. Es gibt sicher jemanden, der noch etwas damit anfangen kann.

  • Mit einer Anzeige in einem Anzeigenblatt oder online finden Sie bestimmt einen Abnehmer und bekommen vielleicht auch noch ein bisschen Geld.
  • Portale wie wirkaufens.de und flip4new.de kaufen ebenfalls Computer und Handys an. Die Geräte werden überholt und weiterverkauft.
  • Die Organisation Computerspende in Hamburg, Bergheim und Würzburg sucht deutschlandweit ständig PCs, die danach an Arbeitssuchende und sozial Benachteiligte weitergegeben werden.
  • Spendenaktionen für Handys und Smartphones führen auch der NABU, UNICEF, Caritas & Co. regelmäßig durch. Schauen Sie einfach im Internet, wer gerade wofür Spenden sammelt.

Datensicherheit

Denken Sie daran, Ihre persönlichen Daten zu löschen, wenn Sie Geräte mit Speicherfunktion entsorgen. Das gilt vor allem für Laptops und Smartphones. Es gibt kostenlose Programme, die ein sicheres Löschen ermöglichen und so Datenklau zu verhindern. Mehr Infos dazu gibt es auf den Webseiten der Gerätehersteller.

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?
0
0

Post nachsenden lassen

Rundum abgesichert: Mit dem NACHSENDESERVICE erreicht Ihre Privat- und Geschäftspost Sie auch nach dem Umzug an der richtigen Adresse. Schon ab 19,90 Euro.

Nachsendeauftrag erteilen

Umzugsadresse mitteilen

Kostenlos und bequem: einmal Adresse eingeben, fertig! Viele Ihrer Vertragspartner aktualisieren Ihre Adresse selbstständig und Sie bleiben erreichbar.

Umzugsmitteilung jetzt nutzen