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Sperrmüll entsorgen: Was gehört dazu? Wie hoch sind die Kosten?

Altes Sofa und Weihnachtsbaum liegen als Sperrmüll auf der Straße
SanneBerg, iStock

Was ist Sperrmüll?

Ganz klar, große und sperrige Einrichtungsgegenstände sind Sperrmüll – sagt allein der Name. So klar ist das allerdings nicht. Nicht alles, was vor dem Umzug aussortiert wird, kann einfach auf dem Sperrmüllberg landen.

Grundsätzlich können Sie Möbel und sonstige große Einrichtungsgegenstände im Sperrmüll entsorgen, wie z. B.:

  • Sessel und Sofas
  • Tische und Stühle
  • Betten und Matratzen
  • Wäscheständer
  • Kinderwagen
  • Musikinstrumente
  • Gartenmöbel

Was gilt nicht als Sperrmüll?

Manches passt vielleicht nicht in die graue Tonne, gehört aber auch nicht auf den Sperrmüll:

  • Alles, was fest mit der Wohnung verbunden ist – z. B. Bodenbeläge, Fliesen, Türen. Diese Sachen sind Bauabfälle.
  • Dinge, die nicht zur Standardausstattung eines Haushalts gehören – z. B. große Swimmingpools.
  • Elektrogeräte und Metallschrott – in ihnen finden sich Wert- und Gefahrstoffe, die nur in speziellen Trennungsanlagen landen dürfen.
  • Feuerlöscher

Informieren Sie sich am besten auf der Webseite Ihrer örtlichen Abfallwirtschaft, was Sie als Sperrmüll entsorgen dürfen. Die Gemeinden ziehen da mitunter sehr unterschiedliche Grenzen.

Ein Beispiel: In Pinneberg gehört ein Motorradhelm in die graue Tonne, ein Kindersitz aber auf den Sperrmüll. Fliesen sind Bauabfall, Tapetenreste kommen in die graue Tonne. Warum? Als Laie schwer zu sagen. Mülltrennung nach Bauchgefühl ist also keine gute Idee.

Immer eine gute Idee: die kostenlose Umzugsmitteilung der Deutschen Post Address.

Müllsammler: Wem gehört Sperrmüll? Darf man ihn mitnehmen?

Ist es erlaubt, Dinge vom Sperrmüll mitzunehmen? Vielleicht. Vielleicht ist es aber auch Diebstahl oder zumindest eine Ordnungswidrigkeit. Die Rechtslage ist in diesem Punkt sehr vom Einzelfall abhängig: Hat der vorherige Eigentümer eine persönliche Beziehung zum Müll? Gehört er bereits dem Entsorgungsunternehmen? Steht der Sperrmüll auf öffentlichem Grund oder auf einem Privatgrundstück?

Viele Kommunen dulden Sperrmülljäger, aber ein Anrecht auf den Müllschatz haben die Sammler nicht – selbst, wenn es wehtut, das Jugendstiltischchen in der Müllpresse verschwinden zu sehen.

Wie entsorgt man Sperrmüll richtig?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Sperrmüll zu entsorgen:

  • Sie bringen Ihren Sperrmüll zu einem Wertstoff- oder Recyclinghof. Dafür brauchen Sie ein Auto oder einen Transporter. Der Vorteil, wenn Sie Ihren Sperrmüll selbst entsorgen: Sie können Metall- und Elektroschrott gleich mit loswerden. Umsonst ist das aber leider nicht. Informieren Sie sich vorab bei der betreffenden Sammelstelle über die Gebühren.
  • Sie bestellen eine städtische Sperrmüllabfuhr, die an einem bestimmten Datum zu Ihnen kommt und den Sperrmüll abholt. Als Sammelstelle dient hier meist der Gehweg vor Ihrem Haus. Je nach Stadt oder Gemeinde rückt die Sperrmüllabfuhr ein- oder zweimal im Jahr kostenlos an. Holen Sie etwa 4 Wochen vor Ihrem Umzugstermin Informationen dazu bei der Stadtverwaltung ein.
  • Sie ordern eine private Sperrmüllabfuhr über ein Entsorgungsunternehmen. Private Firmen verlangen für ihre Dienstleistungen natürlich Geld. Sie müssen mit mindestens 35 Euro pro Kubikmeter rechnen – die Preise sind allerdings nach oben hin offen. Fragen Sie daher bei mehreren Unternehmen an und vergleichen Sie die Angebote.

Tipp: Entsorgen Sie den Sperrmüll entweder vor der Ummeldung am alten Wohnort oder nach dem Ummelden Ihres Wohnsitzes in der neuen Stadt. Der Grund: Nur Ortsansässige bekommen Sperrmülltermine zugeteilt und die Gebühren des Wertstoffhofs sind für Einheimische meistens günstiger.

Sperrmüll entsorgen: Lagerung auf dem Gehweg ist erlaubt
Sperrmüll kann vor dem Abholungstermin auf den Gehweg gestellt werden. Er darf dort aber den Verkehr nicht behindern.

Was kostet eine Sperrmüllabfuhr?

Die Kosten für eine Sperrmüllabfuhr variieren. Je nachdem, welche Entsorgungsmethode Sie wählen, können die Gebühren höher oder niedriger ausfallen.

Einige Gemeinden führen eine städtisch geregelte Abholung bis zu zweimal im Jahr kostenlos durch. Großstädte dagegen können diesen Service durch starke Beanspruchung meist nicht gebührenfrei anbieten. Rechnen Sie mit etwa 20 Euro pro Kubikmeter. Es lohnt sich in jedem Fall, die zuständige Behörde anzurufen und um Auskunft zu bitten.

Auch das selbstständige Abladen von Sperrmüll auf einem Recyclinghof kann mit Gebühren einhergehen. Wie hoch diese sind, hängen vom individuellen Betreiber des Hofs ab. Rufen Sie hier ebenfalls vorab an und informieren sich über mögliche Kosten.

Private Sperrmüllunternehmen berechnen mindestens 35 Euro pro Kubikmeter. Bedenken Sie dabei, dass Sie eventuell nicht nur die reine Abholung des Mülls per Container bezahlen, sondern auch die Packer. Das kann am Ende sehr teuer werden. Holen Sie daher immer mehrere unverbindliche Angebote ein und vergleichen Sie das Preis-Leistungs-Verhältnis.

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