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Einbruchschutz: Fenster sichern gegen Einbrecher

Hand an einem abschließbaren Fenstergriff
Devenorr, iStock

 

Sicherheitsnormen: Wichtige Klassifizierungen

Wenn Sie zu Hause Fenster mit einem hohen Einbruchsschutz einbauen (lassen) wollen, gibt es da ein paar wichtige Begrifflichkeiten, die beim Kauf wichtig sind:

  • Resistance Class (RC): Die europäische Prüfnorm DIN EN 1627 gibt für Fenster und Türen 7 Widerstandsklassen an – je höher, desto länger halten sie einem Einbruchsversuch stand.
  • Sicherheitsklassen für Glas (PxA/PxB): Die DIN-Norm EN 356 gibt an, wie stabil die Scheibe ist. Die Klassenbezeichnung beginnt immer mit P. Dann folgt eine Zahl – je höher, desto stabiler. Danach steht entweder ein A für „durchwurfhemmend“ oder ein B für „durchbruchhemmend“.
  • Nachrüstprodukte nach DIN 18104-1 bzw. DIN 18104-2: Produkte mit diesen Auszeichnungen haben bestimmten Prüfkriterien standgehalten und leisten einen wertvollen Beitrag zum Einbruchschutz, indem sie das Aufhebeln erschweren.

Natürlich nützen auch die besten Fenster nichts, wenn sie offenstehen. Deshalb gibt es hier Verhaltenstipps zur Einbruchsprävention – mit ein bisschen Vorsicht lässt sich nämlich schon viel bewirken. Zum Beispiel: Lassen Sie sich im Urlaub die Post nachschicken, statt mit dem vollen Briefkasten Ihre Abwesenheit kundzutun.

Briefschlitz in einer Wohnungstür, vollgestopft mit Briefen
Keiner nimmt die Post raus – und für Einbrecher ist klar: Hier ist wohl jemand im Urlaub und die Wohnung unbeaufsichtigt. (© PeopleImages, iStock)

Die richtige Sicherheitsklasse: Augenmaß behalten

Die Empfehlung lautet ganz klar: Investieren Sie in geprüfte Produkte, die den europäischen Normen entsprechen. Einen gewissen Mindeststandard sollten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit einhalten:

  • neu eingebaute Fenster: RC2
  • Erdgeschossfenster: RC3
  • Fensterglas: P4A
  • Fenster in höheren Stockwerken: Sind sie über das Garagendach oder über den Balkon leicht erreichbar? Dann empfiehlt sich auch dort eine höhere Widerstandsklasse.

Ja, mehr ist grundsätzlich besser. Das heißt aber nicht, dass Ihr Zuhause nun ein abgeschirmter Bunker werden muss. Die höchsten Sicherheitsklassen richten sich mehr an Gewerbeobjekte als an Privathaushalte.

Einbrecher zerschlagen eher selten das Glas, sodass Sie im Zweifel lieber am Glas als am Rahmen sparen sollten. Ein günstiger Tipp, um normales Glas in Low-Budget-Sicherheitsglas zu verwandeln: Sicherheitsfolie zum Aufkleben.

Offizielle Beratungsstellen zum Thema Einbruchschutz

Die Initiative „Zuhause sicher“ hat Infobroschüren zum Thema Einbruchschutz für Neubauten und für die Nachrüstung von alten Fenstern erstellt. Außerdem gibt es in ganz Deutschland polizeiliche Beratungsstellen, die Ihnen Tipps für Ihre ganz konkrete Wohnsituation geben können.

Nachrüstung: Ältere Fenster nachträglich gegen Einbruch sichern

Sie wollen die Fenster nicht so gern austauschen? Dann können Sie den Einbruchschutz nachrüsten. Am Fenster können Sie das das ganz gut selber machen – im Gegensatz zum Einbruchschutz bei Türen, an den sich lieber nur Profis wagen sollten.

Achtung: Wenn Sie in einer Mietwohnung Fenstersicherungssysteme fest einbauen wollen, müssen Sie vorher den Vermieter fragen.

Diese Nachrüstprodukte sind gängig:

  • Rollläden
  • abschließbare Fenstergriffe
  • Fensterstangenschloss: Gibt es auch mit zusätzlicher Alarm-Funktion.
  • Zusatzschlösser, die auf den Fensterrahmen montiert werden: erhältlich in vielen Versionen, z. B. für nach innen und nach außen öffnende Fenster.
  • Doppelflügel-Schloss: Verbindet 2 Fensterflügel fest miteinander.
  • Fensterkippsicherung: Nützlich, wenn Sie z. B. im Sommer gern bei gekipptem Fenster schlafen. Sie verhindert, dass das Fenster von außen geöffnet werden kann.
  • Pilzkopfsicherung: Diese Beschläge verhindern das Aufhebeln. Da sollte dann aber doch besser der Profi ran.

Tipp: Achten Sie bei Einbruchschutzprodukten darauf, ob sie von der VdS Schadensverhütung GmbH zertifiziert sind. Das VdS-Siegel ist ein Hinweis auf geprüfte Qualität.

Kellerfenster sichern: Am besten mit Gitter

Kellerfenster werden beim Einbruchschutz oft stiefmütterlich behandelt. Dabei sind alte, ungesicherte Kellerfenster der Traum jedes Einbrechers.

Eine einfache und gleichzeitig sehr effektive Lösung: Kellerfenster vergittern. So unschön ein Metallgitter vor dem Wohnzimmerfenster wäre, so egal ist die Optik meist beim Kellerfenster – und ein stabiles Gitter wirkt auf Einbrecher extrem abschreckend.

Sie haben einen Lichtschacht mit vergittertem Rost vor dem Kellerfenster? Verlassen Sie sich nicht auf diesen vermeintlichen Schutz. Am besten sichern Sie den Rost zusätzlich von innen, etwa mit einer Kette, die an einem Halter befestigt ist. Das müssen Sie nicht selber basteln – es gibt passende Systeme zu kaufen.

Kellerfenster mit Stäben
Hat was von Gefängnis, ist aber bewährt zum Schutz von Kellerfenstern: Gitter oder Stäbe aus Metall. (© 2018 ottoblotto, iStock)

Hausratversicherung und Einbruchschutz

Sie sind Opfer eines Einbruchs geworden? Die Hausratversicherung zahlt grundsätzlich für Dinge, die bei einem Einbruch gestohlen werden – aber nicht in jedem Fall. War zum Beispiel das Fenster gekippt, stehen Ihre Chancen schlecht. Können Sie aber auf wirksamen Einbruchschutz verweisen, gibt’s in der Regel auch Geld von der Versicherung.

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