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Umzugskredit, Dispo etc.: So finanzieren Sie den Umzug

Familie unterschreibt Kreditvertrag mit Finanzberater
monkeybusinessimages, iStock 2018

Erster Schritt: Ermitteln Sie Ihre Umzugskosten möglichst genau

Sie haben so eine Ahnung, dass die Umzugskosten Ihre momentanen finanziellen Möglichkeiten übersteigen. Aber um welche Summe geht es genau? Das sollten Sie wissen, bevor Sie einen Kredit abschließen. Sonst reicht das Geld am Ende trotzdem nicht - oder Sie verschulden sich unnötig hoch.

In unseren Ratgebern erfahren Sie zum Beispiel,

Übrigens: Die Umzugsmitteilung der Deutschen Post können Sie sich ganz sicher leisten – die ist nämlich kostenlos.

Raten- oder Privatkredit: Umzugskredit zum festen Zinssatz

Raten- oder Privatkredite sind beliebte Kleinkredite zur Finanzierung von Wohnungseinrichtungen oder Autos. Die Laufzeit ist variabel und kann individuell mit der Bank vereinbart werden.

Umzugskredit aufnehmen – zu welchen Bedingungen ist das möglich?

Die Kreditsummen liegen üblicherweise zwischen 2.500 und 25.000 Euro.

Wie lange der Kredit laufen soll und welchen Betrag Sie monatlich zurückzahlen, wird bei Kreditaufnahme vereinbart – und daraus ergeben sich auch die Zinsen, die Sie der Kredit kostet. Für die gesamte Laufzeit gilt ein fest vereinbarter Zinssatz.

Regel: Je länger die Laufzeit, desto geringer die monatlichen Belastungen – aber desto höher die Zinsen.

Das heißt für Sie: Je früher Sie es schaffen, den Kredit zurückzuzahlen, desto weniger Zinsen zahlen Sie insgesamt. Versuchen Sie daher, Ihre monatlichen Ausgaben soweit zu kürzen, dass eine kürzere Rückzahlungsfrist für Sie möglich ist.

Allerdings: Die Banken legen die monatlichen Raten oft so fest, dass sie nicht höher sind als der Anteil Ihres Einkommens, der Ihnen bei Zahlungsunfähigkeit gepfändet werden kann.

Hand einer Frau mit Taschenrechner, Schreibblock und Sparschwein.
Je früher Sie den Umzugskredit zurückzahlen, desto weniger belasten Sie die Zinsen. Also ist Sparen angesagt.

Wie finde ich heraus, ob ich mir den Umzugskredit leisten kann?

Beim Anbietervergleich (z. B. auf einer Online-Vergleichsplattform) sollten Sie vor allem auf den effektiven Jahreszins achten. Hier sind alle Kosten enthalten, die auf Sie zukommen – anders als beim Sollzins.

Regel: Je niedriger der effektive Jahreszins, desto günstiger sind der Kredit und die Kreditkosten.

Ein Vergleich der Konditionen verschiedener Anbieter lohnt sich fast immer. Sollten Sie nach Abschluss des Kreditvertrages einen günstigeren Anbieter finden, können Sie Ihren Vertrag innerhalb einer Woche gemäß Verbraucherkreditgesetz schriftlich widerrufen.

Dispokredit: Geeignet bei kleineren Engpässen

Der Dispositionskredit (kurz Dispokredit) ist ein Kleinkredit, bei dem Sie einen vereinbarten Darlehensbetrag vom Girokonto in Anspruch nehmen können – also gewissermaßen eine genehmigte Überziehung Ihres Kontos.

  • Bis zu welcher Höhe das möglich ist, teilt Ihnen Ihre Bank mit („Dispositionsrahmen“).
  • Voraussetzung ist: Sie haben regelmäßige Zahlungseingänge auf dem Konto, etwa Gehalt, Rente o. ä.

Sie brauchen nur kurzfristig einen geringen Betrag (höchstens drei Netto-Monatsgehälter), um die Umzugskosten zahlen zu können? Dann ist der Dispokredit im Vergleich zum Ratenkredit oft günstiger, da Sie keine Bearbeitungsgebühr zahlen und die Zinsen während der Tilgung sinken können. Beim Ratenkredit bleiben die Zinsen hingegen konstant wie vereinbart.

Beim Dispokredit verringern sich die Zinsen in dem Maße, in dem die zu tilgende Summe durch Ihre Lohnzahlungen und sonstigen Einkünfte kleiner wird. Das heißt aber auch: Die Kreditsumme muss kontinuierlich kleiner werden – sonst wird’s teuer.

Einen Dispokredit auszugleichen, erfordert Überblick und Disziplin, denn schließlich laufen daneben auch noch Ihre üblichen monatlichen Zahlungen vom Girokonto weiter. „Knietief im Dispo“ ist nicht nur ein geflügeltes Wort, sondern für viele Menschen unangenehme Realität. Also: Vermeidbare Ausgaben und Luxuskäufe aufschieben, bis das Konto ausgeglichen ist.

Mann kehrt Tasche seiner Jeans nach außen
Leere Taschen nach dem Umzug: Damit Sie bald wieder „flüssig“ sind, braucht es bei der Tilgung des Dispokredits viel Disziplin.

Variabler Kredit oder Abrufdarlehen: Wenn Sie nicht wissen, wie teuer es wird

Ein variabler Kredit (auch Abrufdarlehen genannt) ist besonders geeignet, wenn Sie umziehen und

  • größere Bauarbeiten oder Renovierungen planen
  • oder andere Umzugskosten in größerer Höhe haben, aber die genaue Summe noch nicht ermitteln können.

Diese Form des Umzugskredits kombiniert Merkmale von Raten- und Dispokredit miteinander. So funktioniert’s:

  • Mit einem Kreditinstitut vereinbaren Sie eine bestimmte Summe (Kreditlinie oder auch Kreditrahmen genannt). Bis zu dieser Summe können Sie dann – je nach Bedarf – Geld abrufen.
  • Der Kreditrahmen liegt üblicherweise bei bis zu 25.000 Euro. Sie müssen ihn aber nicht zwingend ausschöpfen.
  • Als Rückzahlungen werden monatliche Mindestraten vereinbart. Sie können aber auch größere Summen auf einmal zurückzahlen.
  • Sie können den Kredit in Höhe der geleisteten Rückzahlungen wieder neu ausschöpfen.
  • Der Zinssatz ist – anders als beim Ratenkredit – nicht starr festgelegt, sondern richtet sich nach dem aktuellen Zinsstand. Die Zinsen werden außerdem anhand der Summe berechnet, die Sie tatsächlich abrufen.
  • Im Vergleich zum Dispokredit ist der Zinssatz in der Regel niedriger.
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