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Wohnung ausräuchern: Was steckt dahinter?

Frau in Wohnung mit weißem Salbei
iStock.com/AleksandarNakic 2021

Negative Energie in den eigenen vier Wänden?

Das eigene Heim hat Einfluss auf das Wohlbefinden. Größe und Aufteilung der Räume sind hier nicht unbedingt entscheidend. Jeder macht es sich auf seine Weise und nach seinem Geschmack schön. Wichtig ist, dass Sie sich einen Rückzugsort schaffen, der an Ihre Bedürfnisse angepasst ist. An dem Sie je nachdem, was Sie brauchen, gut arbeiten, entspannen und Spaß haben können.

Manchmal fühlen wir uns jedoch aus unerfindlichen Gründen zu Hause nicht wohl. In manchen Kulturkreisen glaubt man daran, dass sich in so einem Fall negative Energien in den Räumen festgesetzt haben. Das kann etwa passieren, wenn die Wohnung von ihren Bewohnern mit etwas Unangenehmem wie einer Trennung oder dem Tod eines Angehörigen verbunden wird. Die Lösung soll eine energetische Reinigung des Heims durch Ausräuchern sein. Doch was bedeutet das?

Räucherrituale haben eine lange Tradition

In vielen Ländern auf dem asiatischen Kontinent, in denen Buddhismus oder Hinduismus praktiziert wird, glaubt man an die reinigende Wirkung von Rauch. Er wird über Räucherwerke wie Hölzer, Kräuter oder Harze freigesetzt. Das Verkokeln erzeugt neben dem Rauch auch Duftstoffe. Auch in verschiedenen Kulturen der amerikanischen Ureinwohner gibt es Räucherrituale.

Auch in Mitteleuropa existieren noch traditionelle Räucherrituale, zum Beispiel in Verbindung mit den Raunächten, den zwölf Nächten rund um den Jahreswechsel. So soll das Wort Raunacht von der Tradition stammen, Ställe mit Weihrauch auszuräuchern. Nicht zuletzt spielt Weihrauch eine Rolle im Ritus der katholischen Kirche.

Auch im 21. Jahrhundert gibt es Menschen, die daran glauben, dass Räume von dem geprägt werden, was in ihnen geschieht. Zimmer oder ganze Wohnungen sind durch die dort geschehen Ereignisse energetisch aufgeladen und geben diese Energie in einer Wechselwirkung an die Menschen ab, die in ihnen leben. Das können mitunter negative Energien sein.

Vor allem über soziale Medien hat sich in den letzten Jahren daher der Trend verbreitet, die Wohnung auszuräuchern, um diese negativen Energien zu entfernen. Beim sogenannten Space Clearing soll die alte Raumprägung aufgelöst werden. Im Anschluss sind die Räume gereinigt und offen für die neuen Bewohner. Die Wirksamkeit ist nicht wissenschaftlich bewiesen, aber vielleicht ist es ja einen Versuch wert?

Wohnung ausräuchern: Wann ist es sinnvoll?

Unter anderen werden Wohnung aus den folgenden Anlässen ausgeräuchert:

  • Einzug in eine neue Wohnung oder einen Neubau
  • Nach einer Trennung oder einem Verlust
  • Wenn der Raum mit einem Mitbewohner getauscht wird
  • Nach einem Einbruch, einer Überschwemmung oder ähnlichem
  • Unwohlsein aus unerfindlichen Gründen

Manche Menschen richten sich nach den Mondphasen, um den richtigen Zeitpunkt für das Ausräuchern zu finden. Der abnehmende Mond soll das Loslassen unterstützen. Auch der Jahreswechsel rund um die Raunächte gilt als guter Zeitpunkt: Er läutet den Neuanfang ein. Vorher sollte die Wohnung von altem Ballast befreit werden, das bedeutet Ausmisten und Putzen.

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Das wird für die energetische Reinigung benötigt

Sie finden das Ritual des Ausräucherns spannend und möchten es selber probieren? Wer die Reinigung seiner vier Wände selbst vornehmen möchte, braucht:

  • Klangkörper, um die alte Raumprägung zu lösen.
  • Hochwertiges Räucherwerk: beispielsweise getrocknete Salbeiblätter oder Weihrauch. Von klassischen Räucherstäbchen ist abzuraten, da sie schädliche Substanzen enthalten können.
  • Spezielle Räuchergefäße, damit das Räucherwerk seine Wirkung entfalten kann.

Weißer Salbei als Rauchwerk

Weißer Salbei (Salvia apiana) verdankt seinen Namen den feinen, weißen Haaren auf seinen Blättern. Weißer Salbei wird besonders häufig für sogenannte Smudge Sticks, Räucherbündel, verwendet. Da er nur auf dem amerikanischen Kontinent wächst, muss er importiert werden. Die Bezugsquellen für die Pflanze sind jedoch nicht immer seriös. Um den Bestand in der Natur zu schonen, der durch den weltweiten Räuchertrend akut abgenommen hat, sind heimische Salbei-Sorten eine gute Alternative: Echter Salbei (Salvia officinalis) oder Wiesensalbei (Salvia pratensis) eignen sich zum Ausräuchern ebenso gut wie die amerikanische Form.

Ausräuchern in drei Schritten: Eine Anleitung

Vor der Zeremonie sollten alle Fenster geschlossen werden. Soll nur ein Raum der Wohnung ausgeräuchert werden, ist es sinnvoll, die Tür zuzuziehen.

  1. Alte Raumprägung lösen: Nutzen Sie dafür einen Klangkörper wie eine Klangschale aus Bronze mit einem hölzernen Klöppel. Die Schallwellen, die beim Spielen der Schale entstehen, sollten die alte Raumprägung lösen.
  2. Räume ausräuchern: Füllen Sie ein kleines Räuchergefäß mit Räucherwerk. Wichtig: Der Inhalt soll nicht brennen, sondern lediglich rauchen. Gehen Sie nun im Uhrzeigersinn durch die Wohnung, um den Rauch zu verbreiten. Öffnen Sie dabei auch Schubladen und Schranktüren, damit der Rauch überallhin kommt. Nach der Prozedur lassen Sie das Räucherwerk in der Schale komplett abbrennen.
  3. Alte Energien herauslassen: Öffnen Sie nach dem Ausräuchern alle Fenster, damit der Rauch und damit auch die alten Energien abziehen können. Die Wohnung ist nun bereit für eine neue Prägung.

Unterstützend können Sie sich bei jedem Schritt des Rituals vorstellen, wie die alte Energie gelöst und der Raum gereinigt wird. Ein solches Räucherritual dauert je nach Größe der Wohnung durchschnittlich zwei Stunden. Je nach Anleitung können zudem Ruhephasen in den Prozess eingebaut sein, die das Ausräuchern verlängern.

Tipp: Möchten Sie in Ihrer Wohnung ungern mit Feuer und Rauch hantieren? Dann können Sie alternativ auch eine Lösung aus Wasser, Salz und ätherischen Ölen wie Lavendel benutzen. Statt dem Ausräuchern besprenkeln Sie Räume und Möbel mit dem Wassergemisch. Nach dem Ritual wird das Wasser abgegossen.

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