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Umzug & TransportUmzug ins AuslandAuswandern nach Kanada: Alles über den Umzug nach Nordamerika

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Auswandern nach Kanada: Alles über den Umzug nach Nordamerika

iStock/Leonardo Patrizi 2020

Bevor Sie sich in die Umzugsplanung stürzen können, müssen Sie klären, ob Sie überhaupt für ein unbegrenztes Visum infrage kommen – denn ohne Visum dürfen Sie sich als EU-Bürger nur sechs Monate in Kanada aufhalten. Die gute Nachricht vorweg: Deutsche genießen in Kanada als Arbeitnehmer einen guten Ruf. Fachkräfte aus bestimmten Bereichen werden außerdem dringend gesucht und bei der Einwanderung unterstützt.

Punktesystem für Fachkräfte aus dem Ausland

Mit dem „Skilled worker and professionals“-Programm fördert die kanadische Einwanderungsbehörde Fachkräfte aus dem Ausland. Neue Staatsbürger mit gefragten Fähigkeiten sollen es beim Einwandern leicht haben.

Gesuchte Berufe in Kanada sind zum Beispiel im medizinischen Sektor zu finden, aber auch Architekten, Elektrofacharbeiter oder Fachkräfte aus dem Bergbau sind begehrt.

Wer in den sogenannten Express-Entry-Pool aufgenommen werden will, muss zunächst einen Sprachtest absolvieren. Anschließend legen die Bewerber ein Profil an, das von Mitarbeitern der Behörde nach Punkten bewertet wird.

Punkte gibt es für:

• Ausbildung
• Arbeitserfahrung
• Sprachkenntnisse in Englisch und/oder Französisch
• Alter
• Anpassungsfähigkeit
• Anstellung in Kanada

Für einen „Permanent Residence Status“ sind mindestens 67 Punkte nötig. Darüber hinaus müssen Sie als potenzieller Einwanderer einige grundlegende Bedingungen erfüllen:

• Sauberes polizeiliches Führungszeugnis
• Mindestens ein Jahr Berufserfahrung in einem gesuchten Beruf
• Jobangebot in Kanada
• Bestandener Gesundheitscheck
• Finanzielle Rücklagen von 10.000 Kanadischen Dollar für eine Einzelperson oder 19.000 Dollar für eine vierköpfige Familie.

Können Sie alle Punkte abhaken, werden Sie im besten Fall eingeladen, einen Antrag auf ein dauerhaftes Visum zu stellen. Ab dem Zeitpunkt der Einladung haben Sie 90 Tage Zeit, alle nötigen Unterlagen einzureichen.

Doch auch, wenn Sie nicht für das Schnellverfahren ausgewählt werden, besteht Hoffnung. Es gibt eine Reihe weiterer Möglichkeiten.

Förderprogramm in den kanadischen Provinzen

In Kanada bieten die einzelnen Provinzen unterschiedliche Programme. Gefördert werden jeweils die Berufsgruppen, die in der Region gebraucht werden. Dabei kann es sich um Akademiker und Führungskräfte handeln, aber auch um Hilfsarbeiter oder Servicekräfte mit Französischkenntnissen.

Wenn Sie nicht auf eine bestimmte Gegend festgelegt sind, können Sie als „Provincal Nominee“ also durchaus auch Chancen haben, wenn Sie keinen Beruf ausüben, der von der nationalen Einwanderungsbehörde gesucht wird.
Einen Sonderstatus nimmt die Provinz Quebec ein. Für die „Quebec-selected skilled Worker“ gelten noch einmal eigene Richtlinien.

Als selbstständiger Unternehmer nach Kanada auswandern

Auswanderer, die in Kanada ihr eigenes Unternehmen gründen oder in eine Firma investieren möchten, haben ebenfalls gute Chancen auf eine „Permanent Residence“. Das „Federal Business Immigration“-Programm richtet sich an Unternehmer, Investoren und Selbstständige.

Auch hier werden Punkte verteilt und es gibt es einige Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen.

• Ausreichend Kapital
• Absicht in Kanada Arbeitsplätze zu schaffen
• Geschäftserfahrung
• Bereitschaft, gemeinnützige Aufgaben zu übernehmen
• Eine Mindestpunktzahl von 35 im Punktesystem für Unternehmer

Visum über eine Familienzusammenführung

Eine weitere Option, eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen, ist die Familienzusammenführung. Ehepartner, Eltern, Großeltern oder Kinder eines kanadischen Staatsbürgers, der in Kanada lebt, dürfen einwandern, sofern das Familienmitglied für sie bürgt. Dafür muss der Bürge ein bestimmtes Einkommen nachweisen, über das er Sie notfalls mitversorgen könnte und sich für zehn Jahre festlegen.

Für viele Rentner ist Kanada ein Traumziel

Als Rentner auswandern nach Kanada – gibt es eine Altersgrenze?

Eine Altersgrenze für das Auswandern nach Kanada gibt es nicht. Wer jedoch älter als 49 Jahre ist, wird im Punktesystem in der Kategorie „Alter“ mit null Punkten bewertet. Außerdem müssen Bewerber den Gesundheitscheck bestehen.

Auch, wenn es keine Altersgrenze gibt, sind die Möglichkeiten, als Rentner nach Kanada auszuwandern beschränkt. Wenn Sie nicht bereit sind, dort zu arbeiten, gibt es kaum Chancen für eines der Programme ausgewählt zu werden.

Doch auch Rentnern bleiben einige Optionen:

• Einwanderung über eine Familienzusammenführung
• Sollten ihre Partnerin oder ihr Partner noch berufstätig sein und für eines der Programme infrage kommen, haben Sie die Möglichkeit, sie oder ihn zu begleiten
• Verfügen Sie über ausreichend Kapital, könnten Sie als Investor einreisen

Detaillierte Informationen und eine Linksammlung für Bewerber finden Sie beim Bundesverwaltungsamt oder auf Englisch über die Website der kanadischen Einwanderungsbehörde.

Schon gewusst? Auswandern in die USA oder Kanada: Hier liegen die Unterschiede

Von ihren Nachbarn unterscheidet die Kanadier in Sachen Einwanderung vor allem das ausgeklügelte Punktesystem. Dieses soll eine Einwanderung von qualifizierten Fachkräften sicherstellen.

Anders wird es in den USA gehandhabt. Hier kommt es auf die begehrte Green Card an. Diese kann unter bestimmten Umständen beantragt oder in der Lotterie gewonnen werden – sind einige Grundvoraussetzungen erfüllt, kommt es also zum Teil auf reines Glück an.

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Den Umzug nach Kanada vorbereiten

Haben Sie eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis für Kanada bekommen, liegt schonmal eine große Hürde hinter Ihnen. Jetzt geht es an die Umzugsplanung. Einige Dinge können Sie schon von Deutschland aus regeln, für andere ist es von Vorteil vor Ort zu sein.

Vor dem Umzug nach Kanada:

Dokumente bei deutschen Behörden auf den neuesten Stand bringen: Sie benötigen unter anderem eine Abmeldebestätigung, einen Reisepass und langfristig einen internationalen Führerschein.
Umzug des Hausstandes planen: Falls Sie in Kanada nicht völlig neu anfangen wollen, ist es sinnvoll sich zunächst von unnötigem Ballast zu befreien. Dann haben Sie die Möglichkeit, eine Spedition zu beauftragen, die ihren Hausrat per Schiff in die neue Heimat transportiert. Achtung: Kalkulieren Sie hier ein, dass ihr Hab und Gut vergleichsweise lange auf Reisen ist und dass Sie ihren Container persönlich am kanadischen Hafen verzollen müssen.
Nachsendeauftrag und Umzugsmitteilung beauftragen: Damit Ihre Post auch im neuen Zuhause ankommt und alle wichtigen Stellen über Ihre aktuelle Adresse informiert sind.

Das neue Traumhaus finden Sie zum Beispiel über Aushänge oder Inserate in lokalen Zeitungen

Erste Schritte vor Ort

Einige Dinge lassen sich erst regeln, wenn Sie selbst in ihrer neuen Heimat angekommen sind. Dazu zählen das Beantragen einer Sozialversicherungsnummer und das Eröffnen eines Bankkontos. Außerdem kann der Abschluss einer Krankenversicherung sinnvoll sein. Zwar sind Sie als Einwanderer über das staatliche Gesundheitssystem versichert, allerdings deckt dieses nur grundlegende Leistungen ab.

Außerdem steht die Suche nach einem neuen Zuhause natürlich weit oben auf der To-Do-Liste für Auswanderer. In Kanada ist es üblich, Immobilien zu kaufen, Mietangebote sind entsprechend rar. Falls Sie sich nicht auf die Onlinerecherche über Immobilienportale verlassen wollen, besichtigen Sie am besten Objekte vor Ort bis Sie ein neues Zuhause mit hohem Wohlfühlfaktor gefunden haben.

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