An-, Ab- & UmmeldenGEZGEZ ummelden oder abmelden: Das ist der Unterschied

GEZ

GEZ ummelden oder abmelden: Das ist der Unterschied

Paar sitzt mit Laptop zwischen Umzugskisten
PIKSEL, iStock 2018

Ummelden, anmelden, abmelden – ja, was denn nun?

Es gibt bei der GEZ tatsächlich einen Unterschied zwischen Anmeldung, Abmeldung und Ummeldung. Aber welchen? Im Grunde ist diese Frage schnell beantwortet:

  • Wer schon Rundfunkgebühren bezahlt, muss sich nach einem Umzug bei der GEZ ummelden.
  • Wer bisher noch kein eigenes Gebührenkonto hat, muss sich nach dem Umzug in eine eigene Wohnung neu anmelden.
  • Wer nach dem Umzug mit jemandem zusammenwohnt, der bereits Rundfunkgebühren bezahlt, kann sich gegebenenfalls abmelden, bzw. braucht sich möglicherweise gar nicht erst anzumelden.

Beispiel: Sie sind Single und gerade von München nach Hamburg gezogen. Sie hatten vorher Ihr eigenes Reich und wohnen auch jetzt allein. Dann bezahlen Sie im Regelfall schon einen Rundfunkbeitrag und müssen jetzt bloß noch die Adresse ändern. Ziehen Sie aber mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin zusammen oder in eine WG, haben Sie gute Chancen, dass dort schon jemand Rundfunkgebühren zahlt. Mehr dazu finden Sie hier.

Die GEZ heißt jetzt Beitragsservice

Fast jeder kennt den Begriff GEZ und weiß, was gemeint ist. Doch was steckt eigentlich hinter der Abkürzung?

Bis 2012 gab es die Gebühreneinzugszentrale (kurz: GEZ), die für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk die Rundfunkgebühren eingezogen hat.

2013 wurde aus der GEZ der ARD ZDF Deutschlandfunk Beitragsservice. Ganz schön lang und sperrig – kein Wunder, dass immer noch alle von der GEZ sprechen.

Welche Ummeldegründe gibt es?

Ein Umzug ist aber nicht der einzige Grund für eine Ummeldung bei der GEZ. Immer wenn sich Ihre persönlichen Daten ändern, müssen Sie dort kurz Bescheid sagen:

  • neue Adresse
  • neue Kontoverbindung
  • neuer Name
Rundfunkgebühren ummelden? Kein Problem: Bequem vom Sofa aus.

Wie funktioniert die Ummeldung?

Doch ganz egal, ob Adressänderung oder Namenswechsel: Die Ummeldung ist wirklich einfach. Je nachdem, was Ihnen lieber ist, können Sie:

Die Postadresse dafür lautet:

ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice
50656 Köln

Wichtig ist in beiden Fällen, dass Sie Ihre Beitragsnummer parat haben und im dafür vorgesehenen Feld eintragen. Telefonisch ummelden können Sie sich bei der GEZ leider nicht.

Wo finde ich meine GEZ-Beitragsnummer?

Die 9-stellige Beitragsnummer geht gern mal verloren. Aber alles kein Problem: Sie lässt sich ganz einfach herausfinden:

  1. Auf jedem Brief der GEZ steht oben rechts die Teilnehmer- bzw. Beitragsnummer.
  2. Ein Blick auf die Kontoauszüge hilft: Bei den Abbuchungen der Gebührenzentrale steht die Nummer im Verwendungszweck.
  3. Alle Unterlagen schon eingepackt? Dann einfach anrufen und nachfragen: 01806 999 555 10. Aber Achtung! Die Servicenummer kostet 20 bis 60 Cent pro Anruf.

Tipp: Es soll ja nicht nur der Beitragsservice Ihre neue Adresse kennen, sondern auch Banken, Versicherungen und Co. Dabei unterstützt Sie die kostenlose Umzugsmitteilung der Deutschen Post: Hinterlegen Sie Ihre neue Adresse in der Datenbank, können Ihre Geschäftspartner darauf zugreifen und wichtige Post direkt an Ihre neue Adresse senden.

Kann ich die GEZ auf eine andere Person ummelden?

Manchmal ist es nötig, die Wohnung bei der GEZ auf eine andere Person umzumelden – nämlich dann, wenn der bisherige Beitragszahler nicht allein gewohnt hat und …

Kompliziert ist die Ummeldung auf eine andere Person aber nicht: Einer meldet sich ab, ein anderer an.

Wann genau kann ich mich bei der GEZ abmelden?

Der Rundfunkbeitrag lässt sich nicht einfach so kündigen – völlig egal, ob Sie ARD, ZDF und Co. schauen oder nicht. Es gilt das Prinzip „Eine Wohnung = ein Beitrag“. Solange Sie eine Wohnung haben, wird dafür auch GEZ-Gebühr fällig.

Zu zweit quasi nur die Hälfte zahlen: eine Wohnung – ein Beitrag.

Ein Umzug kann aber trotzdem ein schöner Grund sein, demnächst keinen Rundfunkbeitrag mehr zahlen zu müssen – nämlich, wenn Sie mit jemandem zusammenziehen. Schließlich sind die aktuell 17,50 Euro jeden Monat pro Haushalt fällig – nicht pro Kopf. Dann reicht es, wenn einer der Bewohner zahlt. Der Rest kann sich von der GEZ abmelden.

Sie können sich also abmelden, wenn:

  • Sie mit Ihrer besseren Hälfte zusammenziehen, die bereits den Rundfunkbeitrag zahlt.
  • Sie in eine WG umziehen, in der schon jemand Rundfunkgebühren zahlt.
  • Sie nochmal zurück zu Ihren Eltern ziehen.
  • Sie ins Ausland umziehen und keinen Wohnsitz in Deutschland mehr haben.

Kurzum: Immer wenn Sie Ihre eigene Wohnung aufgeben oder jemand anderes in der neuen Bleibe die Rundfunkgebühr übernimmt.

Daneben gibt es aber auch noch ein paar weniger schöne Gründe fürs Abmelden – dann meistens im Auftrag für andere:

  • Dauerhafter Umzug ins Pflegeheim: Wer in einem Pflegeheim lebt, braucht sich nicht um die GEZ zu kümmern und kann abgemeldet werden.
  • Stirbt ein Angehöriger, müssen Sie ihn oder sie bei der GEZ abmelden, sonst werden weiter Gebühren abgebucht.

Die Abmeldung ist nur über das Online-Formular möglich. Nachweise – also zum Beispiel die Meldebescheinigung – können Sie direkt mit hochladen.

  • Relevante Themen
  • GEZ
Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?
0
1

Post nachsenden lassen

Rundum abgesichert: Mit dem NACHSENDESERVICE erreicht Ihre Privat- und Geschäftspost Sie auch nach dem Umzug an der richtigen Adresse. Schon ab 19,90 Euro.

Nachsendeauftrag erteilen

Umzugsadresse mitteilen

Kostenlos und bequem: einmal Adresse eingeben, fertig! Viele Ihrer Vertragspartner aktualisieren Ihre Adresse selbstständig und Sie bleiben erreichbar.

Umzugsmitteilung jetzt nutzen