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Haushaltsauflösung: Kosten & Tipps für die Entrümpelung

Alte Möbel, Koffer und Telefon aus Omas Wohnung
cyano66, iStock

Privat oder Profi: Lieber selber die Wohnung entrümpeln oder eine Firma engagieren?

DIY-Entrümpelung oder lieber ein bisschen mehr Geld auf den Tisch legen und den Profi ranlassen? Es gibt 3 große Faktoren, die bei dieser Entscheidung ins Gewicht fallen:

  • Zeit: Wann muss die Wohnung leer sein und wie viel Freizeit können Sie in das Projekt Haushaltsauflösung stecken?
  • Geld: Eine kostenlose Haushaltsauflösung wird es auch nicht, wenn Sie alles selber machen. Ein bisschen günstiger unter Umständen schon.
  • Gefühle: Je nach Grund für die Wohnungsauflösung kann es emotional wichtig sein, sich selbst durch das Hab und Gut zu wühlen – z.B. bei einem Todesfall.

Am Ende ist die Entscheidung häufig eine Typfrage und hängt sehr von der individuellen Lebenssituation ab. Generell lässt sich aber sagen: Unterschätzen Sie nicht den Aufwand! Im Aufwand-Nutzen-Verhältnis sind Entrümpelungsunternehmen oft ein guter Deal: Eine Entrümpelungsfirma braucht für eine 3-Zimmer-Wohnung nicht mehr als einen Tag. Machen Sie alles selbst, sind Sie vermutlich mehrere Wochen damit beschäftigt.

Entrümpelungsunternehmen: Was kostet eine Haushaltsauflösung vom Profi?

Rechnen Sie ganz grob mit Kosten von ca. 500 Euro pro Zimmer für eine Wohnungsauflösung, wenn Sie eine Firma beauftragen. Wie viel die Profis in Ihrem konkreten Fall kosten, hängt natürlich von der Größe der Wohnung bzw. des Hauses ab und auch davon, was alles drinsteht. Je mehr Sie vorher selbst wegschaffen, desto günstiger wird die Rechnung.

Sie müssen dabei nicht blind das erstbeste Unternehmen mit der Entrümpelung und Entsorgung beauftragen. Lassen Sie sich mindestens von 3 verschiedenen Unternehmen einen Kostenvoranschlag machen – das kostet Sie nichts!

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Tipp: Bedenken Sie, dass die Rechnung bis zu 20% teurer sein kann als der Kostenvoranschlag – der Gesetzgeber erlaubt das. Mit einem Festpreis für die Haushaltsauflösung sind sie auf der sicheren Seite. Der ist zwar meist etwas höher, erspart Ihnen aber böse Überraschungen.

Entrümpler kümmern sich typischerweise wirklich nur ums Ausräumen und Entsorgen. Es gibt allerdings Firmen, die für eine Extragebühr auch einpacken oder Ihnen Behördengänge abnehmen.

Professionelle Wohnungsauflösung: Wie erkennt man seriöse Firmen?

Jeder macht gern Schnäppchen, aber bei der Haushaltsauflösung sollten Sie nicht den billigsten Dienstleister nehmen – sondern den, der am vertrauenswürdigsten ist. Hier 5 Quick Facts, woran Sie eine seriöse Entrümpelungsfirma erkennen:

  • Preistransparenz: Stundenlohn und Co. erfahren Sie auf Nachfrage sofort – im Idealfall schon auf der Homepage.
  • realistische Stundensätze: 20 – 30 Euro pro Stunde sind normal. Ist es deutlich billiger, ist Skepsis geboten.
  • Haftpflichtversicherung: Die Firma muss versichert sein, falls beim Entrümpeln etwas schief geht – ein Schaden im Treppenhaus passiert ja doch mal schnell.
  • Kommunikation: Die Entrümpler fragen genau nach, was weg soll und nehmen auch nur mit, was abgesprochen ist.
  • Entsorgungsnachweis: Man bietet Ihnen einen Entsorgungsnachweis für den Müll an. Ohne diesen Nachweis besteht die Gefahr, dass Sie später für die unsachgemäße Entsorgung des alten Hausrats belangt werden.

Wer bietet Haushaltsauflösungen an?

Es gibt Firmen, die nichts anderes machen als Haushaltsauflösungen. Aber auch andere Unternehmen bieten diesen Service zusätzlich zu ihrem Kerngeschäft an:

  • Umzugsfirmen
  • Dienstleister für Reparaturen aller Art
  • Bestatter
  • Sperrmüllabfuhr

Private Haushaltsauflösung: Wie geht’s schnell und günstig?

Damit Sie sich bei der Wohnungsauflösung nicht verzetteln, sollten Sie die folgenden Punkte auf Ihrer persönlichen Checkliste haben:

  • Zeitplan: Haben Sie eine Deadline, bis wann die Wohnung leer sein muss? Müssen Sie noch renovieren, bevor die Wohnung übergeben wird? Planen Sie alle wichtigen Eckdaten mit ausreichenden Zeitpuffern.
  • Step by step: Gehen Sie systematisch vor und räumen Sie einen Raum nach dem anderen, statt an jeder Ecke ein bisschen zu werkeln.
  • Inventarliste: Machen Sie einen sorgfältigen Rundgang, notieren Sie, was sich alles im Haus befindet – Garten, Keller und Dachboden nicht vergessen!
  • Sortieren: Entscheiden Sie, was Sie behalten, was Sie verkaufen oder verschenken und was entsorgt wird. Tipp: Markieren Sie die Gegenstände mit Aufklebern in unterschiedlichen Farben. Das hilft später beim Ausräumen.
  • Packen: Besorgen Sie sich Umzugskartons, um alles einzupacken, was aus der Wohnung raus muss, aber nicht entsorgt werden soll.
  • Lagerraum mieten: Wollen Sie Dinge behalten, für die Sie selbst keinen Platz haben? Dann muss ein Storage her!
  • Transport: Denken Sie rechtzeitig über den Transport großer Möbelstücke nach, die Sie behalten wollen. Beim Verkauf bietet sich der Hinweis „zur Selbstabholung“ an.
  • (Garagen)flohmarkt: Haushaltsgegenstände bringen kein Vermögen, aber durchaus noch ein paar Euro auf dem Flohmarkt. Sie können auf einem großen Flohmarkt einen Stand buchen oder selbst einen im Haus veranstalten. Ein Inserat auf Online-Marktplätzen oder im wöchentlichen Käseblatt lockt Interessenten an.
Älteres, reiches Ehepaar mit antiken Möbeln und teurem Porzellan
Selten, aber möglich: Vielleicht finden Sie bei der Haushaltsauflösung ja einen kleinen Schatz in Omas alter Wohnung.
  • Verkauf über Kleinanzeigen: Bieten Sie spannende Gegenstände (z.B. Gartengeräte, moderne Möbel) online zum Verkauf an. Neuere Bücher, DVDs oder Elektrogeräte werden Sie auch bequem bei Online-Ankaufdiensten los – die geben dann allerdings die Preise vor.
  • Wertsachen zum Fachhändler: Haben Sie scheinbar wertvolle Dinge wie Schmuck, Münzen, altes Porzellan oder Sammlerstücke in der Wohnung gefunden? Die bringen beim Auktionator oder Fachhändler oft mehr ein als in DIY-Online-Auktionen.
  • Müll entsorgen: Informieren Sie sich rechtzeitig über Öffnungszeiten, Termine und Entsorgungsstellen für die verschiedenen Abfallarten.

Entsorgung: Wohin mit dem Müll?

Erfahrungsgemäß entpuppt sich häufig ein Großteil des Hausrats als Müll – oder zumindest als kaum gewinnbringend verkaufbar. Dann heißt es: Weg damit! Macht eine Entrümpelungsfirma die Arbeit, kümmert sie sich um die Entsorgung. Machen Sie die Haushaltsauflösung selbst, muss der ganze Unrat nun irgendwo hin:

  • Sperrmüll: Bestellen Sie die Sperrmüllabfuhr, um Möbel, Matratzen und Co. loszuwerden. Was Sie dabei beachten müssen, steht hier.
  • Container: Ist wirklich fast alles unbrauchbar, lohnt sich wahrscheinlich ein Container für die Haushaltsauflösung. Hier können auch Baustoffe, Altmetall und Weiteres entsorgt werden.
  • Sondermüll: Farben, Batterien, Altöl und sonstige Gefahrstoffe müssen Sie als Sondermüll speziell entsorgen.
  • Elektroschrott: Kühlschränke u. Ä. dürfen auf den Sperrmüll. Aber auch kleine Elektrogeräte (z. B. Mixer) dürfen nicht in den Hausmüll, sondern müssen zu einer Entsorgungsstelle für Elektroschrott.
Metallschrott in einer alten Badewanne und ein Röhrenfernseher auf einer Wiese
Altmetall und Elektroschrott gehören nicht auf den Sperrmüll. Die Müllabfuhr lässt diese Sachen dann einfach stehen.

Verschenken statt wegwerfen

Auch wenn sich viele Funde aus der Wohnungsauflösung nicht zu Geld machen lassen: Geschenkt finden sich fast immer dankbare Abnehmer. Wenn die Sachen noch intakt sind, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Inserieren Sie sie als „zu verschenken“ auf Online-Marktplätzen.
  • Bringen Sie Kleidung, Bücher und Haushaltsgegenstände als Spende ins Sozialkaufhaus oder zur Bahnhofsmission.
  • Werfen Sie Schuhe und Kleidung in die Altkleidersammlung.

Rechtliches & Versicherung: Was ist wichtig?

Ganz häufig ist ein Todesfall der Grund für eine Wohnungsauflösung. Aber wie ist dann die Rechtslage? Die Antwort: Die Erben sind für die Wohnungsräumung zuständig. In der Regel sind das Eltern, Kinder oder der Ehepartner. Die Erben tragen die Kosten für die Haushaltsauflösung, erhalten aber auch den Gewinn aus möglichen Verkäufen.

Nachsendeauftrag

Egal, was der Grund für die Haushaltsauflösung ist: Mit dem Nachsendeauftrag der Deutschen Post verpassen Sie keine wichtigen Briefe und bleiben erreichbar!

Die Hausratversicherung können Sie übrigens wegen der Haushaltsauflösung kündigen – auch mitten im Vertragsjahr. Sie haben in solchen Fällen ein außerordentliches Sonderkündigungsrecht. Ob der Anlass für die Wohnungsauflösung nun ein Zusammenziehen mit dem Partner oder der Tod des früheren Bewohners ist, ist dabei egal.

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