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Versicherungskennzeichen: Roller, Mofa & Co. anmelden

Alter, gelber Roller vor einer Sandsteinmauer
Oleksandr Mordusenko, iStock

Roller anmelden: Wie und wo?

Sie sind gerade in die große Stadt gezogen, haben Ihr Auto verkauft und sich einen kleinen Zweiradflitzer zugelegt? Super! Dann wollen Sie jetzt bestimmt wissen, wo die nächste Zulassungsstelle ist, damit Sie Ihr Mofa oder Ihren Roller anmelden können. Brauchen Sie gar nicht!

Die meisten Kleinkrafträder brauchen gar keine richtige Zulassung, sondern nur ein Versicherungskennzeichen. Das dient als Nachweis, dass das Fahrzeug haftpflichtversichert ist – denn ab einer bestimmten Fahrleistung dürfen auch vergleichsweise kleine Zweiräder nicht mehr ohne auf die Straße.

Versicherungskennzeichen bekommen Sie direkt von Ihrem Haftpflichtversicherer – zum Beispiel Versicherungsunternehmen, Sparkasse oder Bank.

Versicherungskennzeichen: Wer braucht eins?

Das Versicherungskennzeichen wird zwar auch gern „Mopedkennzeichen“ genannt, gilt aber bei Weitem nicht nur für Mopeds. Die Faustregel für Kraftfahrzeuge in Sachen Versicherungskennzeichen:

  • nicht schneller als 45 km/h
  • nicht mehr als 50 ccm Hubraum

Alles, was darüber liegt, erfordert den Gang zur Zulassungsstelle.

Auf einen Blick: Diese Fahrzeuge brauchen nur das Versicherungskennzeichen

Zweiräder

  • einsitzige Leichtmofas bis 20 km/h
  • einsitzige Mofas bis 25 km/h
  • Mopeds bis 45 km/h
  • Mokicks bis 45 km/h
  • Roller bis 45 km/h

Motorisierte Fahrräder

  • S-Pedelecs mit Anfahrhilfe bis 20 km/h, max. 500 Watt und Abregelung bei 45 km/h
  • E-Bikes, also Fahrräder (genauer gesagt: Kleinkrafträder) mit vom Treten unabhängigem Elektroantrieb

"Normale" Pedelecs, die den Fahrer ausschließlich beim Treten unterstützen, brauchen kein Versicherungskennzeichen.

Besondere Fahrzeuge

  • Quads bis 45 km/h
  • Trikes bis 45 km/h
  • Segways bis 20 km/h mit elektrischem Antrieb
  • dreirädrige Kleinkraftfahrzeuge bis 45 km/h
  • vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge bis 45 km/h und max. 350 kg
  • Krankenfahrstühle mit Führerscheinklasse S oder M

Umzugsmitteilung und Nachsendeauftrag

Gemeinsam sind sie stark: Mit dem Dream-Team Umzugsmitteilung und Nachsendeauftrag kommt die Post auch nach dem Umzug zuverlässig an die neue Adresse. Wie? 

Dank der Umzugsmitteilung können Vertragspartner (z. B. Banken, Versicherungen oder Versandhäuser) Ihre Adresse nach dem Umzug selbstständig aktualisieren. Das spart Zeit im Umzugsstress. Denn so erreichen Sie Dutzende Vertragspartner auf einmal. Und das, ohne die Umzugskasse zusätzlich zu belasten – die Umzugsmitteilung ist nämlich kostenlos. 

  • Einfach und bequem online abschließen und erreichbar bleiben.
  • Die Umzugsmitteilung ist für Sie immer kostenlos.

Damit wichtige Post von Behörden oder privaten Kontakten ebenfalls zuverlässig im neuen Zuhause ankommt, lohnt der Nachsendeservice der Deutschen Post. Dieser leitet Postkarten, Briefe und Warensendungen bis zu 24 Monate an die gewünschte Adresse weiter. 

  • Der Zeitraum für die Nachsendungen ist flexibel: Ob für 12 oder 24 Monate entscheiden Sie
  • Einfach und schnell online abschließen. Melden Sie sich jetzt für den Nachsendeservice an und verpassen Sie während und nach Ihrem Umzug keine Post.

Kosten: Wie teuer ist die Versicherung für Moped und Co.?

Die Versicherungskennzeichen gibt es in 2 Varianten:

  • als reine Haftpflichtversicherung: etwa 40 bis 80 Euro pro Jahr
  • mit Teilkaskoversicherung: etwa 60 bis 130 Euro pro Jahr

Die oben genannten Kosten orientieren sich an den Tarifen für Fahrer über 23 Jahre. Je nach Alter und Fahrzeugtyp schwanken die Preise recht stark – ein Vergleich zwischen mehreren Versicherungen kann sich also durchaus lohnen.

Wenn Sie Ihr Kennzeichen mitten im Versicherungsjahr beantragen, berechnen die Anbieter i. d. R. nur den entsprechenden Anteil der Jahresprämie.

Die Blechschilder sind inklusive – anders als z. B. bei der Autozulassung müssen Sie sich nicht extra ein Kennzeichen anfertigen lassen. Stattdessen bekommen Sie vom Versicherer ein zufälliges Schild. Wunschkennzeichen sind also nicht möglich. Dafür haben Sie aber den Vorteil: Sie können spontan in ein Versicherungsbüro gehen, mit einem Versicherungskennzeichen wieder rauskommen und direkt mit Ihrem neuen Roller losdüsen, denn meistens sind ein paar Kennzeichen in der Filiale vorrätig.

Wenn Sie Ihr Versicherungskennzeichen online bestellen, brauchen Sie nicht mal das Haus verlassen, aber es kommen eventuell Versandkosten dazu und Sie müssen ein paar Tage darauf warten.

Unterlagen: Was brauche ich?

Der Versicherer braucht folgende Informationen über das Fahrzeug, um ein Versicherungskennzeichen auszustellen:

  • Hersteller
  • Baujahr
  • Antriebsart (Benzin, Elektro, Sonstige)
  • Fahrgestellnummer (Fahrzeugidentifikationsnummer)

Diese Daten finden Sie in der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) Ihres Fahrzeugs. Achtung: Der Versicherungsschutz gilt nur, wenn die Angaben in der ABE auch der Realität entsprechen! Heimlich tunen ist also keine gute Idee – dann bleiben Sie nämlich im Schadensfall auf den Kosten sitzen.

Außerdem müssen Sie natürlich die üblichen Daten angeben:

  • Name
  • Adresse
  • ggf. E-Mail oder Telefonnummer
  • ggf. Kontodaten
  • bei Minderjährigen: Unterschrift der Erziehungsberechtigten

Haben Sie nach dem Umzug schon allen Vertragspartnern Ihre neue Adresse mitgeteilt? Niemanden vergessen? Gehen Sie auf Nummer sicher.

Jetzt die kostenlose Umzugsmitteilung nutzen

junges Pärchen auf einem Roller in der Abenddämmerung
Auf dem Dorf ist das Mofa die große Freiheit der Teenager: Endlich mobil ohne Elterntaxi. Fürs Versicherungskennzeichen müssen aber trotzdem Mama und Papa unterschreiben.

Aufbau und Gültigkeit: Was bedeuten Buchstaben und Farben auf dem Versicherungskennzeichen?

Das Versicherungskennzeichen ist folgendermaßen aufgebaut:

  • 3 Ziffern in der 1. Zeile – die werden zufällig vergeben.
  • 3 Buchstaben in der 2. Zeile – die verraten die Versicherungsgesellschaft.
  • Prägung mit "GDV" und dem Versicherungsjahr am unteren Rand – GDV steht für "Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft".

Tipp: Sie können beim GVD online nachschauen, welche Versicherung welches Kürzel hat. Das kann bei einem Unfall durchaus hilfreich sein – z. B. wenn sich der Fahrer aus dem Staub macht.

Wie lange ist das Versicherungskennzeichen gültig?

Das Versicherungsjahr beginnt für Kleinkrafträder immer am 1. März und dauert bis zum 28. oder 29. Februar des Folgejahres. Danach verlieren die Versicherungskennzeichen Ihre Gültigkeit und Sie brauchen ein neues. Schummeln klappt nicht, denn mit einem kurzen Blick kann die Polizei sehen, ob Sie ein aktuelles Versicherungskennzeichen haben.

Die Versicherungskennzeichen kommen in verschiedenen Farben, die jedes Jahr wechseln, sodass schon von Weitem erkennbar ist, wer ordentlich versichert ist und wer nicht. In den kommenden Jahren sehen die Kennzeichenfarben für Roller und Co. so aus:

  • 2018: Blau
  • 2019: Grün
  • 2020: Schwarz
  • 2021: Blau
  • 2022: Grün

Rote Versicherungskennzeichen gibt es nur für Probefahrten oder Überführungen, aber nicht für den regulären Betrieb.

Versicherungskennzeichen weg: Was nun?

Haben Sie ihr Versicherungskennzeichen verloren oder wurde es vielleicht sogar geklaut? Dann geben Sie direkt Ihrer Versicherung Bescheid. Wenn Sie das nicht machen und mit dem Kennzeichen Schindluder getrieben wird, müssen Sie sonst womöglich dafür geradestehen.

Nachdem Sie den Verlust gemeldet haben, bekommen Sie ein neues Kennzeichen. Dafür müssen Sie noch mal die (anteilige) Jahresgebühr bezahlen. Gleichzeitig erstattet man Ihnen aber i. d. R. die Restprämie des verschwundenen Schilds. Das ist zwar sehr bürokratisch, aber zumindest kein großer finanzieller Schaden.

Welche Strafen drohen?

Wer kein aktuelles Versicherungskennzeichen hat, ist ohne Haftpflichtschutz unterwegs. Das ist eine Straftat, die mit einer Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Gefängnis geahndet werden kann (§ 6 Pflichtversicherungsgesetz).

Wer keinen Nachweis über seinen Versicherungsschutz hat oder sein Kennzeichen falsch anbringt, kommt meist mit einem kleinen Bußgeld von rund 10 Euro davon. Die genauen Vorschriften stehen in §§ 26 und 27 Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV).

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