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Girokonto wechseln: Kontoumzug leicht gemacht

Junge Frau spart Geld in einem Sparschwein
andresr, iStock 2018

Hilfe beim Kontowechsel: Zahlungskontengesetz

Sie würden gern Ihr Girokonto wechseln, scheuen aber den Papierkram? Gute Nachrichten: Das regelt die Bank für Sie! Seit September 2016 gibt es nämlich das sogenannte Zahlungskontengesetz. Das verpflichtet Banken, ihren Kunden beim Kontoumzug zu helfen. Damit sparen Sie sich eine Menge Stress. So funktioniert’s:

Das war’s erstmal. Jetzt müssen Sie eigentlich nur noch abwarten, denn ab hier regeln die Banken die Girokontowechsel unter sich. Gebummelt werden darf dabei nicht: Laut Gesetz haben die Kreditinstitute 12 Tage Zeit, um den Kontowechsel über die Bühne zu bringen – andernfalls haften sie für eventuell entstehende Schäden.

Die neue Bank fragt innerhalb von 2 Werktagen bei Ihrer alten Bank nach folgenden Dingen:

  • Liste der ausgehenden Daueraufträge und Lastschriftmandate
  • Liste der eingehenden Überweisungen und Lastschriften der letzten 13 Monate

Ihre alte Bank hat dann 5 Werktage Zeit, um die angeforderten Informationen an Ihre neue Bank und Sie persönlich zu schicken.

Beim Umzug das Girokonto wechseln

 

Wollen Sie die Bank wechseln, weil Sie gerade umgezogen sind? Dann gibt es noch ein Produkt, das Sie beim Umzug unterstützt und Ihnen Arbeit abnimmt: Die kostenlose Umzugsmitteilung der Deutsche Post Adress. Banken, Verlage und andere Institutionen, die Ihre alte Adresse kennen, können sich nun selbstständig über Ihre neue Anschrift informieren – ohne Ummeldestress für Sie.

Sie wollen zu einer ausländischen Bank wechseln, z. B. weil Sie ins Ausland umziehen? Dann ist Ihre deutsche Bank verpflichtet, Ihnen eine Liste mit Zahlungen der letzten 13 Monate zu schicken. Die neue Bank muss Ihnen allerdings nicht beim Kontowechsel helfen.

Tipps: Das sollten Sie beachten, wenn Sie das Girokonto wechseln

Lassen Sie sich von ihrer alten Bank auf jeden Fall eine Liste der regelmäßigen Zahlungen zuschicken – egal, ob Sie die Kontowechselhilfe nutzen oder das Giro in Eigenregie wechseln. Mit dieser Auskunft haben Sie eine Checkliste, damit Sie beim Wechsel zum neuen Girokonto niemanden vergessen.

Sie haben regelmäßige Abbuchungen per Lastschrift? Diesen Vertragspartnern teilen Sie die neue Kontoverbindung aktiv mit. Da Sie die Einzugsermächtigung für Ihr altes Konto erteilt haben, klappt die Umstellung auch mit Wechselhilfe nämlich oft nicht automatisch.

Es macht durchaus Sinn, altes und neues Konto noch ein paar Monate parallel laufen zu lassen – zur Sicherheit, falls doch mal ein Fehler bei der Informationsübertragung passiert.

Paar sitzt in der Küche und plant Finanzen
Zusammen geht’s einfacher: Lassen Sie sich helfen, wenn Sie das Girokonto wechseln – von Ihren Liebsten oder besser noch von Ihrer Bank.

Deadlines für die alte Bank: Services kündigen

Wenn Sie die gesetzliche Kontowechselhilfe nutzen, können Sie das Datum für das Ende bestimmter Services Ihrer alten Bank direkt im Antragsformular festlegen. Wenn Sie den Kontoumzug selbst organisieren, müssen Sie das der alten Bank individuell mitteilen. Auf die Liste gehören auf jeden Fall:

  • Daueraufträge: Ab wann soll die alte Bank sie nicht mehr ausführen?
  • Lastschriften und Überweisungen: Dritte sollen kein Geld mehr auf ihr Konto einzahlen oder davon einziehen können. Ab wann soll die Bank solche Anfragen blockieren und den betroffenen Personen mitteilen, dass das nicht mehr möglich ist?
  • Guthabentransfer: Wann soll die Bank das Restguthaben auf Ihr neues Girokonto überweisen?
  • Kontoschließung: Zu welchem Datum möchten Sie das Girokonto endgültig kündigen?

Kosten: Gebühren für den Kontowechsel

Die Eröffnung eines Girokontos ist nur selten mit Gebühren verbunden. Stattdessen gibt es bei vielen Banken sogar Prämien für den Wechsel – bei der Postbank aktuell zum Beispiel bis zu 250 Euro.

Immer kostenlos sind:

  • Die Zahlungsauflistung der letzten 13 Monate.
  • Die Schließung des alten Girokontos.

Bei den Kosten für den Kontowechselservice ist es sehr unterschiedlich: Sie können kostenlos sein, aber manchmal erhebt die Bank auch eine Gebühr dafür.

Wie hoch die ist? Laut Gesetzgeber muss sie angemessen sein und den tatsächlichen Kosten entsprechen, die der Bank entstehen, wenn Sie Ihr Girokonto wechseln. Plus: Sie müssen diese Gebühren nur bezahlen, wenn die Bank Sie darauf hingewiesen hat, dass dieser Service etwas kostet. Kommen Ihnen die Gebühren unangemessen hoch vor, können Sie die Verbraucherzentrale informieren.

Frau steht am Geldautomaten
In vielen Fällen ist der Kontoumzug kostenlos, manchmal kostet der Wechsel eine kleine Gebühr.

Girokonto wechseln trotz Dispo: So klappt‘s

Natürlich können Sie Ihr Girokonto auch wechseln, wenn Sie noch einen offenen Dispokredit haben. Den müssen Sie aber zurückzahlen, bevor Sie das alte Konto schließen können. Sie haben also 2 Möglichkeiten:

  • Sie lassen das alte Konto weiterlaufen, bis der Dispo getilgt ist.
  • Sie lösen den Dispokredit ab – ggf. mit einem Kredit bei Ihrer neuen Bank, wenn die bessere Konditionen hat.
  • Der Dispo wechselt mit: Die neue Bank übernimmt den Dispokredit mit auf Ihr neues Konto. Das müssen Sie aber im Vorfeld absprechen.

Ob Ihnen die neue Bank dann auch einen Überziehungsrahmen gewährt, wenn Sie noch Schulden bei der alten Bank haben? Das hängt sehr von Ihrer allgemeinen Kreditwürdigkeit ab. Die Kreditinstitute sind nämlich nicht verpflichtet, Ihnen einen Dispo einzurichten. Klären Sie das am besten schon mit Ihrer neuen Bank, bevor Sie das Girokonto wechseln.

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