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Mietvertrag für die Wohnung kündigen – Fristen, Muster und Tipps

Paar sichtet am Tisch Dokumente mit Laptop und Taschenrechner
Geber86, iStock

Zeitpunkt: Diese Fristen gelten für die Kündigung des Mietvertrags

Wenn Sie Ihren Mietvertrag kündigen wollen, sind einige Fristen zu beachten. Zunächst kommt es auf die im Mietvertrag vereinbarte Kündigungsfrist an. Sie beträgt in der Regel 3 Monate. Wichtig ist auch, dass Sie nur zum Monatsende kündigen können – das Mietverhältnis zum 15. eines Monats zu beenden, ist also nicht möglich. Ihre Kündigung muss Ihrem Vermieter außerdem spätestens am 3. Werktag des Monats vorliegen.

In Ausnahmefällen kann der Mietvertrag eine kürzere Kündigungsfrist vorsehen. Die drei Monate dürfen aber nicht überschritten werden. Die Mietdauer spielt für die Frist keine Rolle.

Was ist die Karenzzeit?

Die Kündigung muss Ihren Vermieter nicht am 1. des jeweiligen Monats erreichen. Die sogenannte Karenzzeit erlaubt es Ihnen, Ihre Wohnung auch noch bis zum 3. Werktag des Monats zu kündigen. Fällt der letzte Werktag dieser Karenzzeit auf einen Samstag, verlängert sich die Frist bis zum folgenden Montag.

Wenn Sie Ihre Kündigungsfrist berechnen möchten, kann Ihnen dieses Beispiel helfen: Ihr Kündigungsschreiben erreicht Ihren Vermieter am Mittwoch, den 3. März. Sieht der Mietvertrag eine Kündigungsfrist von 3 Monaten vor, endet das Mietverhältnis am 31. Mai.

Wichtig: Für die Einhaltung der genannten Fristen gilt nicht, wann Sie die Kündigung abgeschickt haben, sondern wann Ihr Vermieter sie erhalten hat. Denken Sie daher trotz Karenzzeit ans rechtzeitige Absenden des Kündigungsschreibens.

Wann ist eine fristlose Kündigung möglich?

Wenn Sie sich an die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist halten, gilt sie als fristgerecht. Wenn berechtigte Gründe vorliegen, können Sie Ihre Wohnung hingegen fristlos kündigen. Dazu zählt z. B. eine Gesundheitsgefährdung durch Schimmel. Allerdings müssen Sie dem Vermieter Zeit lassen, den Schaden oder die Mängel zu beheben, bevor Sie eine fristlose Kündigung einreichen.

Junge Frau steckt einen Brief in den Postkasten.
Damit Sie den Mietvertrag so schnell wie möglich beenden können, muss die Kündigung rechtzeitig beim Vermieter ankommen.

Inhalt: Das gehört ins Kündigungsschreiben

Die gute Nachricht: Während der Mietvertrag häufig mehrere Seiten umfasst, darf die Kündigung sehr kurz ausfallen. Die wichtigsten Bausteine, die das Kündigungsschreiben für Ihre Wohnung beinhalten sollte, sind:

  • Ihre Anschrift
  • die Anschrift des Vermieters
  • die Anrede des Vermieters
  • die Adresse der Wohnung und die Wohnungs- oder Mieternummer. Diese finden Sie üblicherweise im Mietvertrag
  • das Datum, zu dem Sie die Wohnung kündigen wollen
  • Ort, Datum und Unterschrift

Ihr Kündigungsschreiben könnte so aussehen (Muster):

(Ihre Anschrift)

(Anschrift des Vermieters)

Sehr geehrte/r Frau/Herr … (Nachname des Vermieters),

hiermit kündige ich den Mietvertrag über die Wohnung in der … (Straße) … (Hausnummer), … (Postleitzahl) … (Ort) mit der Wohnungsnummer xx zum xx.xx.xxxx.

Ort, Datum
Unterschrift

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Mehrere Hauptmieter können nur gemeinsam kündigen

Haben Sie den Mietvertrag zusammen mit einer anderen Person abgeschlossen, können Sie nicht alleine aus dem Vertrag aussteigen. Sie können ihn nur gemeinsam kündigen.

Beispiel: Sie haben den Mietvertrag für Ihre Wohnung gemeinsam mit einer Freundin abgeschlossen. Im Vertrag sind Sie beide als Hauptmieter eingetragen. Nach dem Ende Ihres Studiums wollen Sie ausziehen. Ihre Freundin möchte in der Wohnung bleiben. Den Vertrag können Sie in diesem Fall nicht alleine kündigen. Auch Ihre Freundin muss die Kündigung des Mietvertrags der gemeinsamen Wohnung unterzeichnen.

Sie kann ggf. mit dem Vermieter einen neuen Mietvertrag aufsetzen oder um eine Vertragsänderung bitten. Durch einen Vertragszusatz kann sie dann alle Pflichten als alleiniger Hauptmieter übernehmen. Der Vermieter ist dazu allerdings nicht verpflichtet. Er kann darauf bestehen, dass Sie beide nach der gemeinsamen Kündigung ausziehen.

Mann überreicht Frau einen Stift zum unterschreiben eines Dokuments.
Für eine wirksame Wohnungskündigung müssen alle Hauptmieter unterschreiben.

Form: Die Kündigung muss schriftlich erfolgen

Haben Sie die Kündigung verfasst und haben alle Hauptmieter unterschrieben, stellt sich die nächste Frage: In welcher Form müssen Sie das Schreiben an den Vermieter übermitteln? Tatsächlich gibt es hier nur eine Antwort: per Brief. Ihre Wohnung mündlich, per E-Mail oder Fax zu kündigen, ist nicht möglich.

Tipp: Verschicken Sie das Kündigungsschreiben am besten als Einschreiben. So können Sie im Zweifelsfall nachweisen, dass Sie die Kündigung tatsächlich und fristgerecht an Ihren Vermieter verschickt haben. Denn der Zusteller übergibt Ihren Brief persönlich. Bei einem Einschreiben mit Rückschein erhalten Sie sogar eine Empfangsbestätigung inklusive Zustelldatum und Originalunterschrift des Empfängers.

Sonderfälle: Befristeter Mietvertrag, Nachmieter und Co.

In bestimmten Fällen kann es Ausnahmen bei der Kündigung eines Mietvertrags geben. Ein befristeter Mietvertrag (Zeitmietvertrag) ist von der gesetzlichen Kündigungsfrist ausgenommen. Sie können ihn nicht vor dem Ende der Laufzeit kündigen. Liegen entsprechende Gründe vor, können Sie jedoch z. B. fristlos kündigen.

Die reguläre Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Monatsende gilt auch nicht, wenn Sie einen Kündigungsverzicht oder Kündigungsausschluss vereinbart haben. Eine ordentliche Kündigung ist dann für die Dauer von maximal 4 Jahren ausgeschlossen.

Außerordentlich (z. B. fristlos) kündigen können Sie in begründeten Fällen dennoch. Ein Sonderkündigungsrecht für Mieter kann es zum Beispiel geben, wenn aufgrund einer Modernisierung die Miete erhöht wird.

Die Kündigungsfrist im Mietvertrag spricht übrigens nicht grundsätzlich gegen eine frühere Aufhebung des Vertrags. Stimmt der Vermieter zu, können Mieter das Mietverhältnis ggf. früher beenden. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn der Vermieter einen Nachmieter akzeptiert.

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