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Mietschuldenfreiheitsbescheinigung – Was Mieter wissen sollten

Vermieter füllt Mietschuldenfreiheitsbescheinigung aus
iStock.com/YakobchukOlena

Was muss drinstehen?

Der Name sagt eigentlich alles: Mit der Mietschuldenfreiheitsbescheinigung können sich Mieter bestätigen lassen, dass sie Ihre Miete stets zuverlässig gezahlt haben. Die Bescheinigung attestiert, dass aus dem vorherigen Mietverhältnis keine Mietschulden offen sind. Ausgestellt werden muss sie vom entsprechenden Vermieter.

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Wie die Vorvermieterbescheinigung ist auch die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung nicht verpflichtend. Dennoch wird sie häufig verlangt. Zusätzlich zu Selbstauskunft und Gehaltsnachweisen bietet sie Vermietern eine weitere Sicherheit. Sie bescheinigt die positive Zahlungsmoral des Wohnungsinteressenten. Drinstehen sollte Folgendes:

  • Name des ehemaligen Mieters
  • Zeitraum der Anmietung
  • Adresse der angemieteten Wohnung
  • Aussage, dass die Miete vollständig, regelmäßig und fristgerecht gezahlt wurde
  • Name und vollständige Anschrift des Vermieters
  • Ort, Datum und Unterschrift des Vermieters

Online gibt es viele Vorlagen und Vordrucke für eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung. Ein Muster als PDF finden Sie zum Beispiel auf der Homepage der Humboldt-Universität Berlin.

Vermieter füllt Formular für Mietschuldenfreiheitsbescheinigung aus
Die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung stellt der Vermieter aus. Das Formular beinhaltet Informationen zu den Mietzahlungen.

Kostet die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung etwas?

Erklärt sich der ehemalige Vermieter zur Ausstellung bereit, kann er sich das bezahlen lassen. Festgelegt ist die Höhe der Vergütung nicht. Einige Vermieter verlangen bis zu 50 Euro. Am besten machen Sie die Ausstellung so einfach wie möglich. Mit einer vorformulierten Bescheinigung bleibt der Arbeitsaufwand des Vermieters gering. Das kann sich positiv auf die Kosten fürs Ausstellen auswirken. Der Vermieter kann die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung aber auch verweigern. Genau wie bei der Vorvermieterbescheinigung ist er zur Ausstellung nicht verpflichtet.

Gibt es Alternativen?

Zum Glück gibt es auch andere Wege, den neuen Vermieter von Ihrer guten Zahlungsmoral zu überzeugen. Sie können sich z. B. eine Quittung über die gezahlten Mieten ausstellen lassen. Das kann Ihnen Ihr alter Vermieter nicht verweigern, er ist gesetzlich dazu verpflichtet. Auch hier fällt womöglich eine Gebühr an. Weitere Alternative: Sie belegen Ihre positive Zahlungsmoral mit Kontoauszügen der geleisteten Mietzahlungen. Eine Schufa-Auskunft (Kosten: rund 30 Euro) bescheinigt Ihrem neuen Vermieter ebenfalls ihre Bonität.

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