- Warum es Alleinerziehende bei der Wohnungssuche schwerer haben
- Sozialwohnung: Staatliche Hilfe für Alleinerziehende auf Wohnungssuche
- Wer hilft Alleinerziehenden bei Wohnungssuche?
- Gemeinsam stark: Die Wohngemeinschaft für Alleinerziehende
- Besondere Hilfe für alleinerziehende Mütter
- Schwanger – Unterstützung bei der Wohnungssuche
- Hilfe für Familien bei Wohnungssuche
- So erhöhen Sie Ihre Chancen bei der Bewerbung
- Kurzes FAQ zur Wohnungssuche Alleinerziehend
Alleinerziehend auf Wohnungssuche? In diesem Ratgeber finden Sie praxisnahe Unterstützung: von Sozialwohnungen (WBS) über Wohngemeinschaften bis hin zu Angeboten speziell für alleinerziehende Mütter, Schwangere und Familien. So erhalten Sie schnell die richtige Hilfe bei Wohnungssuche für Alleinerziehende.
Warum es Alleinerziehende bei der Wohnungssuche schwerer haben
Guter Wohnraum hat seinen Preis. Und Geld sitzt bei vielen Alleinerziehenden nicht gerade locker: Die Kindererziehung kostet Zeit. Viele alleinerziehende Eltern arbeiten daher nur halbtags. Auch mit dem Kindergeld ist ihr Budget beschränkt. Meist reicht es nur für eine kleine Wohnung. Wenn es überhaupt soweit kommt: Denn die eingeschränkte Bonität kann auf Vermieterseite zu Argwohn führen, im schlimmsten Fall zur Absage der gerade besichtigten Traumwohnung.
Doch wer alleinerziehend auf Wohnungssuche ist und sich fragt "Wer hilft Alleinerziehenden bei Wohnungssuche?", kann auf andere Möglichkeiten ausweichen – oder sogar Hilfe in Anspruch nehmen.
Sozialwohnung: Staatliche Hilfe für Alleinerziehende auf Wohnungssuche
Alleinerziehend und wenig Geld? Dann haben Sie unter Umständen Anspruch auf eine sozial geförderte Wohnung. Der Vorteil: Sozialwohnungen sind oft sehr viel günstiger als “normale” Wohnungen auf dem hiesigen Immobilienmarkt. Ob so ein Angebot für Sie infrage kommt, kann Ihnen Ihr örtliches Wohnungsamt sagen. Denn Anspruch auf eine Sozialwohnung hat nicht jeder. Wer in eine öffentlich geförderte Wohnung ziehen möchte, muss einen sogenannten “Wohnberechtigungsschein” (kurz WBS) haben.
Hilfe bei dringender Wohnungssuche: Wie Sie einen Wohnberechtigungsschein beantragen können
Der Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein ist an eine gewisse Einkommensgrenze gebunden: Wer erfolgreich einen WBS beantragen möchte, darf ein bestimmtes Jahreseinkommen nicht überschreiten. Die Höhe dieses Betrags ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. Auch wenn Sie alleinerziehend sind und Bürgergeld beziehen, können Sie sich um einen WBS bemühen. Zur Antragstellung wird benötigt:
- Antrag auf den Wohnberechtigungsschein: Den finden Sie meist auf der jeweiligen Homepage Ihrer Gemeinde.
- gültiger Personalausweis oder Reisepass
- Einkommensnachweise der letzten 12 Monate: Nur so kann Ihr Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein geprüft werden. Übrigens: Das Kindergeld wird nicht zum Einkommen hinzugerechnet.
- Einkommenserklärung
- Aufenthaltsgenehmigung bei ausländischen Antragstellern
- sonstige Nachweise: Es kann sein, dass das Wohnungsamt je nach Einzelfall noch weitere Nachweise fordert. Am besten informieren Sie sich auf der Seite Ihres Amtes über die Details der Antragstellung.
Der Wohnberechtigungsschein gilt nur für das Bundesland, in dem er ausgestellt wurde. Gültig ist er 1 Jahr – danach muss ein neuer beantragt werden. Im WBS ist angegeben, für wie viele Personen die Wohnung ausgelegt sein soll. Er enthält außerdem Angaben über die maximal bewilligte Größe des neuen Zuhauses.
Tipp: Fragen Sie Ihr Wohnungsamt nach “Belegrechtswohnungen” kommunaler Wohnungsunternehmen – hier hilft der WBS besonders schnell.
So finden Sie die passende Sozialwohnung
Wer hilft Alleinerziehenden bei Wohnungssuche?
Diese Anlaufstellen gibt es:
- Wohnungsamt: Beratung zum WBS, Vermittlung von Belegwohnungen, Hinweise zu Dringlichkeitsanträgen (z. B. bei Trennung, Überbelegung, gesundheitlichen Gründen).
- Sozialamt/Jugendamt: Nachweise für besondere Bedarfslagen, Unterstützungsschreiben, ggf. Kostenübernahme im Rahmen der Angemessenheit.
- Jobcenter: Übernahme der Kosten der Unterkunft (KdU) innerhalb der Angemessenheit, Zusicherung vor Mietvertragsabschluss, Nachweise für Vermieter.
- Schwangerenberatung (z. B. pro familia, Caritas, Diakonie): Schwanger – Hilfe bei Wohnungssuche, Bescheinigungen für Dringlichkeit, Zuschüsse rund um die Geburt.
- Wohlfahrtsverbände (Caritas, Diakonie, AWO), Mietervereine, Sozialberatungen: Unterstützung bei Bewerbungen, Unterlagen-Check, ggf. Kontakte zu Vermietern.
- Genossenschaften und kommunale Wohnungsunternehmen: Oft familienfreundliche Kontingente; Wartelisten frühzeitig nutzen.
Gemeinsam stark: Die Wohngemeinschaft für Alleinerziehende
Eine andere Möglichkeit für Alleinerziehende auf Wohnungssuche ist eine Wohngemeinschaft. Gerade wenn sich mehrere Single-Eltern zusammentun, liegen die Vorteile auf der Hand: Bei einer guten Absprache teilen Sie sich nicht nur die Wohnungskosten und die Arbeit im Haushalt. Im besten Fall können Sie sich gegenseitig bei der Kinderbetreuung unterstützen. Und ein neuer Spielgefährte im Haushalt lässt bei vielen Kindern sicher auch die anfängliche Umzugsangst verblassen. Darum sollten Sie bei der Zusammenstellung Ihrer Wohngemeinschaft besonders sorgfältig vorgehen.
Wohnungssuche: Worauf Sie bei einer Alleinerziehenden-WG achten sollten
Sie sollten schon im Vorfeld prüfen, ob alle Parteien WG-kompatibel sind. Ein kurzer Kaffeeklatsch reicht dazu nicht aus. Besuchen Sie sich lieber gegenseitig im derzeitigen Zuhause. So können Sie sehen, wie der andere lebt – und einschätzen, ob die Wohn-Vorstellungen zusammenpassen. Außerdem lässt sich bei diesen Besuchen gleich testen, ob sich die Kinder vertragen.
Stimmt die Chemie nicht, macht eine WG wenig Sinn. Auch wichtig: Die WG-Wohnung muss groß genug sein. Bei dicker Luft kann ein Rückzug in das eigene Zimmer größeren Streit vermeiden. Praktische Suche: Schalten Sie Gesuche mit Stichworten wie “wohnungssuche alleinerziehende mutter” oder “alleinerziehend wohnungssuche” in WG-Börsen und lokalen Facebook-/Nachbarschaftsgruppen.
Besondere Hilfe für alleinerziehende Mütter
Gerade alleinerziehende Frauen haben neben Sozialwohnung und WG noch andere Möglichkeiten, Hilfe bei dringender Wohnungssuche zu bekommen. In Notsituationen können Sie mit Ihrem Nachwuchs zum Beispiel in Mutter-Kind-Heimen unterkommen. Es gibt verschiedene Einrichtungen mit verschiedenen Voraussetzungen und Regeln. Mütter sollten sich vor einer Entscheidung kundig machen, was verlangt und im Gegenzug geboten wird. Informationen finden Sie zum Beispiel:
- bei Ihrer Gemeinde
- bei der Diakonie
- bei der Caritas
- bei freien Trägern wie der Arbeiterwohlfahrt
Schwanger – Unterstützung bei der Wohnungssuche
- Schwangere erhalten häufig priorisierte Beratung und Dringlichkeitsvermerke über anerkannte Beratungsstellen (pro familia, Caritas, Diakonie). Fragen Sie gezielt nach “Hilfe für Schwangere Wohnungssuche”.
- Prüfen Sie mit dem Wohnungsamt, ob eine vorgeburtliche Dringlichkeit oder Überbelegung anerkannt wird – das kann die Chance auf eine WBS-Wohnung erhöhen.
- Suchen Sie nach Mutter-Kind-Plätzen und Schwangerschaftswohnungen in Trägerschaft (Übergangslösungen, wenn es akut wird).
Hilfe für Familien bei Wohnungssuche
- Familien- und Erziehungsberatungen sowie Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) stellen bei Bedarf Bescheinigungen aus, die Vermietern Sicherheit geben.
- Kinderschutzbund, Mehrgenerationenhäuser und Familienzentren kennen oft lokale Vermieter und Projekte (z. B. Genossenschaftsneubauten) mit familienfreundlicher Vermietung.
So erhöhen Sie Ihre Chancen bei der Bewerbung
- Vollständige Mappe: Selbstauskunft, Einkommens-/Leistungsnachweise, Schufa-Auskunft, Mietzahlungsbestätigung/Vormieterbescheinigung.
- Zusicherungen einholen: Vom Jobcenter/Sozialamt schriftlich bestätigen lassen, dass die Miete angemessen ist und übernommen wird.
- Flexibel bleiben: Bei Größe, Lage und Einzugsdatum Spielräume anbieten; EG/ohne Balkon hat oft weniger Nachfrage.
- Netzwerk nutzen: Kita, Schule, Arbeitgeber und Beratungsstellen ansprechen – persönliche Empfehlungen wirken.
Die Wohnungssuche für Alleinerziehende ist nicht einfach, aber dank entsprechender Angebote von Hilfe auch nicht unmöglich. Wer erst einmal eine passende Wohnung gefunden hat, kann sich auf den nächsten großen Schritt freuen: den Umzug mit Kind in ein neues Leben. Ob Hilfe bei Wohnungssuche für Alleinerziehende, Unterstützung für Schwangere oder Lösungen für Familien – bleiben Sie dran und nutzen Sie die genannten Anlaufstellen.
Kurzes FAQ zur Wohnungssuche Alleinerziehend
- Wer hilft Alleinerziehenden bei Wohnungssuche? Wohnungsamt (WBS/Belegrecht), Jobcenter/Sozialamt (KdU/Bestätigungen), Jugendamt, Schwangerenberatung, Caritas/Diakonie/AWO, Mietervereine, kommunale/Genossenschaftsunternehmen.
- Alleinerziehend: Hilfe bei Wohnungssuche ohne WBS? Versuchen Sie Genossenschaften, WG, Zwischenmiete, private Vermieter, ärztliche/soziale Dringlichkeitsbescheinigungen und parallel den WBS-Antrag.
- Schwanger: Hilfe bei Wohnungssuche akut? Wenden Sie sich sofort an eine Schwangerenberatung und das Wohnungsamt; prüfen Sie Übergangslösungen wie Mutter-Kind-Einrichtungen.