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Umzug nach Bochum

Hallo Bochum! Leben in der „Blume im Revier“

„Tief im Westen“ liegt sie, die Stadt, die Herbert Grönemeyer als „Blume im Revier“ besang: Bochum. Das war 1984. Seitdem hat sich viel getan in der ehemaligen Bergbau- und Industriestadt, die sich zu einem Zentrum für Kultur und Bildung mausert. Hier erfahren Sie mehr.

Leben in Bochum: Zwischen Industrie- und Hochkultur

„Bochum erfüllt alles – nur keine Klischees“, schreibt die Stadt auf ihrer offiziellen Tourismus-Webseite. Und tatsächlich: Während viele andere Orte mit ihren hübschen Altstädten und ehrwürdigen Gemäuern werben, schlägt die Ruhrpott-Metropole eine andere Richtung ein: Sie stellt ihre Vergangenheit als Industriezentrum und ihre gegenwärtige blühende Kulturszene in den Vordergrund.

Viel mehr bleibt ihr allerdings auch nicht übrig. Denn der Zweite Weltkrieg hat Bochum arg zugesetzt: 38 Prozent der Stadt wurden zerstört, darunter auch die Altstadt. Das Alte Brauhaus Rietkötter (etwa anno 1600) ist dort das einzige Gebäude, das die Bombenangriffe überstanden hat.

Allerdings waren die historischen Fachwerkhäuser der Altstadt spätestens in den Gründerjahren nicht mehr allzu gefragt. Mit dem ökonomischen Aufstieg der Zechen und der Stahlindustrie wuchs der Bedarf an Arbeitskräften und einem Ausbau der Infrastruktur. Dieser geschah dann eher unter pragmatischen als ästhetischen Gesichtspunkten.

Behörden in Ihrer Nähe

Wo können Sie sich eigentlich an-, ab- und ummelden? Mit dem Behördenfinder von Umziehen.de finden Sie die richtige Adresse unkompliziert und schnell.

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Doch von dem Image des ehemaligen Bergbau- und Industriestandorts löst sich Bochum heute. Die mit rund 364.000 Einwohnern sechstgrößte Stadt Nordrhein-Westfalens möchte die Gegenwart mit Wissen, Kultur und Wir-Gefühl prägen. Dennoch bleiben Zechen, Kohleindustrie und die Arbeit im Pütt – im Bergwerk – natürlich ein wichtiger Teil der Identität Bochums.

Neu in Bochum: 5 Dinge, die Sie nicht verpassen dürfen
Das Ruhrgebiet kennen- und verstehen lernen im Deutschen Bergbau-Museum: Ihr erstes Sightseeing-Ziel nach dem Umzug nach Bochum könnte dieses Museum sein. Es bringt Ihnen die Geschichte der Kohleindustrie und den Alltag der Bergleute näher – interaktiv und authentisch „unter Tage“.
Kultur in der Jahrhunderthalle erleben: Das Gebäude ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie sich Industriekultur in Kulturindustrie überführen lässt. In dem architektonischen Wahrzeichen Bochums finden Konzerte, Kongresse, Kunstinstallationen und Theatervorführungen statt.
Bei Bochum Total die Stars von morgen entdecken: Seit über 30 Jahren gibt es das viertägige Umsonst-Festival in der Bochumer Innenstadt. Hier spielten Bands wie Wir sind Helden oder MIA schon, bevor sie berühmt wurden. Der Ansatz: Die Musik soll progressiv sein – und sie kommt aus allen Genres.
Den Sommer am und auf dem Kemnader See genießen: Mit Cocktail in der Hand unter Palmen sitzen, Surfen lernen oder lieber im Freizeitbad ein paar Bahnen schwimmen? Am Kemnader See sind all diese Aktivitäten möglich.
Nach den Sternen greifen im Zeiss Planetarium: Eine der modernsten Projektionsanlagen weltweit sorgt dafür, dass Sie Sterne, Planeten und Galaxien hautnah erleben können. Die Fulldome-Kuppel verstärkt dieses Feeling noch.

Übrigens: Wenn Sie eine Bochumer Stadtrundfahrt der etwas anderen Art erleben möchten, können Sie sich für eine Tour auf Ruhrdeutsch entscheiden. Wie das klingt? Hier bekommen Sie einen kleinen Vorgeschmack.

Ruhrdeutsch

Wenn Sie ein Bochumer mit „Wat is ambach?“ begrüßt, heißt das so viel wie „Was ist los?“ oder „Was geht ab?“.

Sollte sich der Bochumer danach bei Ihnen auskoddern, schüttet er Ihnen sein Herz aus. Vermutlich redet er sich in recht ausschweifender und emotionaler Form den Frust von der Seele.

Lassen Sie sich aber nicht belatschern. Denn das bedeutet, dass man Sie zu etwas überredet, dass Sie eigentlich gar nicht wollen.

Gehen Sie lieber auf Picheltour ein zwitschern. Das heißt nichts anderes, als dass Sie mehrere Gaststätten oder Kneipen besuchen und sich dabei einen antrinken.

 

Bochum ist mehr als Currywurst und Büdchen

Auch wenn die Currywurst der Fleischerei Dönninghaus über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist und die Bochumer eine ausgeprägte Kioskkultur pflegen, gibt es kulinarisch und kulturell weitaus mehr zu entdecken.

Das Bochumer Nachtleben spielt sich zu großen Teilen im Bermuda3Eck in der Innenstadt, südwestlich des Hauptbahnhofs ab. Hier finden Sie alles zum Essen, Trinken, Shoppen oder Feiern. Besonders Letzteres gelingt auf der größten Partymeile des Ruhrgebiets ziemlich gut.

Nachdem sich Nachtschwärmer im Brinkhoffs einige Drinks genehmigt haben, geht es weiter in die Trompete, wo zu Indie, Rock und Alternative getanzt wird. Und wer danach noch nicht müde ist, genehmigt sich noch einen Absacker im Intershop, das bis in den frühen Morgen geöffnet hat.

Wer es lieber gediegen mag, geht stattdessen ins Union Fimtheater, schaut den Skatern im Skateshop Boom bei waghalsigen Tricks zu oder stattet dem Moltkemarkt am Springerplatz einen Besuch ab. Der findet jeden Freitag von 16 bis 20 Uhr statt. Hier heißt es probieren, naschen, guten Wein trinken – und einfach leckere und hochwertige Lebensmittel mit nach Hause nehmen.

Bochum isst …

Bochum isst
So lecker schmeckt es in Bochum.
  • selbstgemachte ausgefallene Kuchenkreationen (auch vegan und glutenfrei!), herzhafte Kleinigkeiten und Ganztagsfrühstück im Fräulein Coffea.
  • leckere Eissorten und Waffeln im Kugelpudel (ganzjährig!).
  • abwechslungsreichen Mittagstisch in der Butterbrotbar.
  • Burger mit und ohne Fleisch im Blondies.
  • den Bochum-Teller mit Currywurst, Pommes und Majo im Bratwursthaus.
  • spanische Tapas im Una Más.
  • Sommerrollen und Pho-Suppe im

Bochum kulturell und kreativ

Neben der Innenstadt ist das Viertel Ehrenfeld im Stadtteil Wiemelhausen sehr beliebt. Das Quartier nahe des Schauspielhauses ist zwar nicht so bekannt wie der Namensvetter in Köln, kann es aber locker mit dem Kölner Kiez aufnehmen. Manche ziehen sogar Parallelen zum Prenzlauer Berg in Berlin. Denn das Ehrenfeld ist hip, kreativ und innovativ. Kein Wunder also, dass sich viele szenige Cafés und kleine Läden dort niedergelassen haben.

Doch einmal im Jahr ist ein anderer Standort der Mittelpunkt des kulturellen und kreativen Lebens von Bochum: Die Jahrhunderthalle ist Spielstätte des international renommierten Festivals Ruhrtriennale und zeigt im Sommer Konzerte, Tanz, Schauspiel, Installationen und Musiktheater.

Übrigens gibt es in Bochum keine klassische Aufteilung in teure und günstige Stadtteile. Hier wird eher zwischen zentraler und dezentraler Lage unterschieden. Wer etwa in die Nähe der U-Bahn-Linie 35 zieht, kann sich sicher sein, gut an das Zentrum und die Ruhr-Universität angebunden zu sein.

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