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Telefonanbieter wechseln: Ummelden bei Umzug leicht gemacht

Junge Frau telefoniert auf dem Sofa
g-stockstudio, iStock

Bei Umzug den Telefonanbieter wechseln: Das müssen Sie tun

Sie ziehen um und möchten auch gleichzeitig den Festnetz-Telefonanbieter wechseln – zum Beispiel, weil dieselben Leistungen anderswo günstiger zu haben sind?

Kündigungsfrist Ihres bisherigen Anbieters beachten

Wichtig zu wissen: Sie müssen normalerweise die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist einhalten. Das sind häufig drei Monate. Sie sollten sich also bereits einige Zeit vor dem Umzug mit dem Thema Telefonanbieterwechsel beschäftigen und die Kündigung rechtzeitig abschicken.

Ein Sonderkündigungsrecht haben Sie nur,

  • wenn Ihr bisheriger Telefonanbieter an Ihrem neuen Wohnort nicht verfügbar ist
  • wenn Sie ins Ausland ziehen und den Telefonanbieter deswegen nicht mehr nutzen können (Achtung: Dafür müssen Sie in der Regel komplett in Deutschland abgemeldet sein und dürfen dort auch keinen Zweitwohnsitz mehr haben.)
  • wenn der Anbieter die vereinbarten Leistungen am neuen Wohnort nicht erfüllen kann
  • oder wenn der Anbieter die Preise erhöht.

Dasselbe gilt, wenn Sie Ihren Internetanbieter wechseln möchten.

Junge Frau telefoniert auf dem Balkon
Damit Sie im neuen Zuhause gleich vom Festnetzanschluss telefonieren können, muss Ihr Telefonanbieter rechtzeitig über Ihren Umzug Bescheid wissen.

Neuen Telefonanbieter auswählen: Daran sollten Sie denken

Vergleichsportale im Internet geben Ihnen einen Überblick über die Tarife verschiedener Telefonanbieter. Wenn Sie wechseln möchten und sich nach einem passenden Tarif umsehen, sollten Sie Folgendes bedenken:

  • Ist der gewünschte Anbieter an Ihrem neuen Wohnort überhaupt verfügbar? Das lässt sich meist ganz einfach feststellen, indem Sie Ihre Postleitzahl eingeben.
  • Wie viel telefonieren Sie im Festnetz? Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken, was Sie wirklich benötigen, damit Sie nachher nicht auf bestimmte Funktionen verzichten müssen oder zu viel Geld ausgeben.
  • Bedenken Sie auch: Telefonieren Sie durch den Umzug bald mehr oder weniger? Wenn Sie mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin zusammenziehen, entfällt vielleicht ab sofort manches lange Gespräch. Ziehen Sie in eine andere Stadt und sehen Ihre Freunde bald seltener, telefonieren Sie möglicherweise häufiger.
  • Möchten Sie einen Vertrag mit langer Laufzeit, der dafür eine günstigere Grundgebühr hat – oder sind Ihnen flexible Kündigungsfristen lieber?
  • Kann der neue Telefonanbieter die Kündigung beim alten für Sie übernehmen? Dieser Service ist praktisch und erspart Ihnen weiteren Aufwand.

Apropos: Praktisch ist auch die kostenlose Umzugsmitteilung der Deutschen Post. Wer sie nutzt, muss vielen Vertragspartnern seine neue Adresse nicht selbst mitteilen – sie können sich selbstständig darüber informieren.

Muss ein Techniker kommen?

Nein, in der Regel ist das bei einem Telefonanbieterwechsel nicht notwendig. Ausnahme: Wenn Sie eine neue Leitungsverbindung zwischen der Telefonvermittlungsstelle und Ihrem Hausanschluss benötigen, vereinbart Ihr neuer Anbieter einen Installateur-Termin mit Ihnen.

Wenn Sie in einen Neubau ziehen, sollten Sie sich vorher beim Vermieter erkundigen, wann der Telefonanschluss fertiggestellt ist.

 

Wann wird mein neuer Anschluss freigeschaltet?

Der neue Anbieter prüft die Daten, die Sie ihm übermittelt haben. Bis Sie per Post Ihre neuen Zugangsdaten und ggf. Ihre neue Rufnummer erhalten, kann es einige Wochen dauern.

Ihr neuer Telefonanbieter teilt Ihnen den Anschlusstermin dann schriftlich mit. Im Laufe dieses Tages wird Ihr neuer Anschluss freigeschaltet. Vorher sollten Sie alle Geräte (Telefon, Fax und Co.) angeschlossen haben.

Telefonanbieter wechseln und Nummer behalten: So funktioniert’s

Laut § 46 Telekommunikationsgesetz haben Sie das Recht, Ihre Rufnummer mitzunehmen, wenn Sie den Telefonanbieter wechseln – vorausgesetzt, Ihr Vorwahlbezirk ändert sich nicht. So geht es:

  • Klären Sie vorher sicherheitshalber beim neuen Anbieter, ob eine Mitnahme technisch möglich ist.
  • Dann müssen Sie beim alten Telefonanbieter einen sogenannten Portierungsauftrag stellen. Das geht in der Regel ganz einfach online, wenn Sie den neuen Anbieter beauftragen.
  • Die Rufnummernübertragung regeln die Anbieter dann untereinander.
  • Achtung: Viele Anbieter berechnen für die Rufnummernportierung eine Gebühr.

Telefon ummelden ohne Anbieterwechsel: Das ist bei Umzug zu tun

Sie möchten nach dem Umzug bei Ihrem Telefonanbieter bleiben? Das ist in wenigen Schritten in die Wege geleitet. Aber auch in diesem Fall sollten Sie schon frühzeitig aktiv werden.

  • Informieren Sie Ihren Anbieter mindestens vier Wochen vor dem geplanten Umzug über Ihren Wohnortwechsel.
  • Den Telefonanschluss können Sie in der Regel einfach online auf der Webseite des Anbieters ummelden. Sie brauchen dafür Ihre Kundendaten (Kundennummer und Rufnummer).
  • Nennen Sie Ihre alte und neue Anschrift und den gewünschten Anschalttermin für die neue Wohnung.
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