Zur Umzugsmitteilung
Wohnen & LebenMietrechtRechtliches Update 2021: Die wichtigsten Änderungen für Vermieter und Immobilieneigentümer

Mietrecht

Rechtliches Update 2021: Die wichtigsten Änderungen für Vermieter und Immobilieneigentümer

Rechtliches Update 2021: Die wichtigsten Änderungen für Vermieter und Immobilieneigentümer
istock.com/PeopleImages 2021

Baufinanzierung und Immobilienkauf

Wohnungsbauprämie 2021 erhöht

Bausparer können sich freuen: Die Wohnungsbauprämie fällt ab 2021 höher aus. Statt 8,8 Prozent gibt es nun 10 Prozent vom Staat als Zuschuss zur Baufinanzierung. Außerdem wurde der Höchstsatz der zu bezuschussenden Einzahlungen erhöht. Bei Alleinlebenden werden statt wie bisher 512 bis zu 700 Euro bezuschusst, bei Paaren ist der Betrag von 1.024 auf 1.400 Euro gestiegen. Die Einkommensgrenze für die Wohnungsbauprämie hat der Gesetzgeber verdoppelt: Sie liegt aktuell bei 70.000 Euro für Paare und 51.200 Euro für Alleinlebende.

Rechenbeispiel: Wenn Sie als alleinstehende Person 700 Euro im Jahr in den Bausparvertrag einzahlen, bekommen Sie 70 Euro als Zuschuss zur Baufinanzierung.

Baukindergeld: Keine weitere Verlängerung

Ein Hausbau oder Immobilienkauf mit Kindern? Mit dem Baukindergeld gibt es seit 2018 eine staatliche Förderung für Familien mit Kindern. Der Zuschuss beträgt pro Jahr und Kind 1.200 Euro und wird über einen Zeitraum von zehn Jahren bezahlt. Eigentlich sollte das Baukindergeld bis Ende 2020 auslaufen. Durch die Corona-Pandemie ist der Zuschuss um drei Monate bis Ende März 2021 verlängert worden. Das heißt: Alle Eltern, die zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. März 2021 eine Immobilie gekauft oder ein Haus gebaut haben, können Baukindergeld beantragen. Alle anderen können vielleicht eine andere staatliche Hausbau-Förderung nutzen.

Gut zu wissen: Falls Sie es bisher noch nicht geschafft haben, können Sie den Antrag auf Baukindergeld noch bis Ende 2023 stellen. Allerdings nur bis zu sechs Monate nach Ihrem Einzug.

Geteilte Maklerprovision beim Immobilienverkauf

Bis vor Kurzem gab es keine gesetzliche Regelung darüber, wer bei einem Immobilienkauf die Maklerkosten zahlen muss. Daher wurden sie in den meisten Fällen dem Käufer aufgebürdet. Damit ist jetzt Schluss, dank dem Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser . Denn das hat die geteilte Maklerprovision eingeführt. Das Gesetz ist am 23. Dezember 2020 in Kraft getreten und besagt im Kern: Wenn der Verkäufer eines Hauses oder einer Wohnung den Makler beauftragt, muss er mindestens die Hälfte der Maklergebühren zahlen. Die neue Regelung soll private Käufer entlasten.

Diese Neuerungen solltenVermieter kennen

Umwandlungsverbot für Mietwohnungen

Das sogenannte Baulandmobilisierungsgesetz soll Vermieter künftig einschränken: Demnach können Vermieter Mietwohnungen ab dessen In-Kraft-Treten nicht mehr nach eigenem Ermessen in Eigentumswohnungen umwandeln. Dazu ist fortan eine Genehmigung durch die zuständige Behörde nötig. Liegt die Wohnung in einem Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt, kann die Behörde ihr Veto einlegen. Das Gesetz soll zunächst bis Ende 2025 gelten. Es soll dem Trend entgegenwirken, dass in Ballungsgebieten bezahlbare Mietwohnungen in hochpreisige Eigentumswohnungen umgewandelt werden.

Nachsendeauftrag für die Post

Sie ziehen um? Ihre Post auch! Mit dem Nachsendeauftrag der Deutschen Post bleiben Sie zuverlässig erreichbar.
  • Der Zeitraum für die Nachsendungen ist flexibel (6 oder 12 Monate).
  • Einfach und schnell online abschließen.
PS: Sie wollen es ganz genau wissen? Weitere Infos zum Service finden Sie hier. Zum Nachsendeauftrag

Vermietung an Verwandte: Neue Untergrenze für Miete

Wer Wohnungen oder Häuser an seine Verwandten vermietet, verlangt oft weniger Miete als von Fremden. Dieses Vorgehen bezeichnet der Gesetzgeber als Gunstmiete. Dennoch können Sie die Werbungskosten als Vermieter komplett bei der Steuererklärung absetzen. Dazu ist seit 2012 berechtigt, wer mindestens 66 Prozent der marktüblichen Miete fordert.

Zu den Werbungskosten gehören alle Aufwendungen, die dazu dienen, die Mieteinnahmen zu sichern und zu erhalten. Dazu zählen unter anderem Kosten, die anfallen, wenn der Vermieter Baumängel beseitigt bzw. Gebäude und Wohnungen renoviert. Auch die laufenden Kosten für die Hausverwaltung können Vermieter als Werbungskosten absetzen.

Jetzt gibt es eine Neuerung: Auch wer nur 50 Prozent der ortsüblichen Miete von Verwandten nimmt, kann die Werbungskosten vollständig absetzen. Liegt die Miete zwischen 50 und 65 Prozent der marktüblichen Miete, gibt es allerdings eine Prüfung: Der Vermieter muss nachweisen, dass er die Absicht hat, mit dem Mietobjekt Gewinne zu erzielen. Stichwort: Einkunftserzielungsabsicht.

Das ändert sich 2021 für Vermieter und Immobilieneigentümer
Wer günstig an Verwandte vermietet, kann Werbungskosten trotzdem vollständig absetzen.

Zensusgesetz 2021: Um ein Jahr verschoben

Der Zensus 2021 findet verspätet statt. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Volkszählung, die im Zehnjahrestakt stattfindet, um ein Jahr verschoben. Stichtag ist nun der 15. Mai 2022. Die statistische Erhebung ist Teil der EU-Verordnung (EG) Nr. 763/2008 und nimmt auch Vermieter in die Pflicht: Eigentümer sowie Verwalter müssen Auskunft über die vermieteten Wohnungen geben. Im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung müssen auch Vor- und Nachname von bis zu zwei Bewohnern der Wohnung gemeldet werden.

Neue Energie-Gesetze

Das Jahr 2021 bringt viele neue Energie-Gesetze mit sich, die Vermieter und Hausbesitzer betreffen. Ziel ist es, den Klimaschutz voranzubringen:

  • EEG-Novelle 2021: Am 01. Januar 2021 ist die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Kraft getreten. Sie soll den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben und mit zahlreichen Einzelmaßnahmen unterstützen. Das Ziel: Treibhausneutralität bei der Stromversorgung bis 2050. Außerdem soll bis 2030 insgesamt 65 Prozent der Energieversorgung aus erneuerbaren Energien kommen.
  • GEG-Gesetz: Seit dem 1. November 2020 gilt das neue Gebäudeenergiegesetz. Neubauten müssen demnach mithilfe von erneuerbaren Energien mit Wärme und Strom versorgt werden. Darunter: Solarwärme, Kraft-Wärme-Kopplung oder erneuerbare Fern- und Abwärme.
  • Energieausweis: Im Zuge des GEG-Gesetzes gibt es auch Änderungen beim Verbrauchsausweis. Der Hauseigentümer muss gewährleisten, dass er dem Aussteller die korrekten Daten zum tatsächlichen Energieverbrauch zukommen lässt. Zudem ist eine Begehung des Objekts oder alternativ eine Fotoanalyse jetzt Pflicht.
  • CO2-Bepreisung: Für Menschen, die mit Gas oder Heizöl heizen, wird es teurer. Durch die Einführung der CO2-Umlage werden 25 Euro pro Tonne fällig. Die Zusatzkosten sollen zumindest teilweise an die Mieter weitergegeben werden. Es ist jedoch eine Beteiligung der Vermieter um mindestens 50 Prozent angedacht. Die zusätzlichen Einnahmen sollen die EEG-Umlage entlasten.
  • Aus für Heizkessel: Kohleheizkessel und Heizkessel, die mehr als 30 Jahre im Einsatz waren, müssen ausgetauscht werden. Ein neuer Heizkessel darf den alten nur ersetzen, wenn er neben Heizöl auch mit erneuerbarer Energie betrieben wird.
  • Smarte Stromzähler: Private Haushalte mit hohem Stromverbrauch müssen smarte Stromzähler einbauen. Das ist bei einem jährlichen Verbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden Pflicht.
Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?
0
0

Post nachsenden lassen

Rundum abgesichert: Mit dem NACHSENDESERVICE erreicht Ihre Privat- und Geschäftspost Sie auch nach dem Umzug an der richtigen Adresse. Schon ab 23,90 Euro.

Nachsendeauftrag erteilen

Umzugsadresse mitteilen

Kostenlos und bequem: einmal Adresse eingeben, fertig! Viele Ihrer Vertragspartner aktualisieren Ihre Adresse selbstständig und Sie bleiben erreichbar.

Umzugsmitteilung jetzt nutzen
Zur Umzugsmitteilung